22 March 2026, 10:23

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Ein Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

Apotheker streiken bundesweit für faire Löhne am 23. März

Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Aktionstag am 23. März vor. An diesem Tag werden sie ihre Geschäfte schließen und zentrale Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne durchzusetzen. Die Proteste richten sich gezielt gegen die gesetzlichen Krankenkassen – nicht gegen politische Parteien oder Gesundheitsministerin Nina Warken.

Dr. Christian Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, wird sich an den Demonstrationen beteiligen. Er kritisiert seit Langem die ausbleibenden Lohnerhöhungen für Apothekenmitarbeiter, die seiner Meinung nach den Fachkräftemangel weiter verschärfen. In einer aktuellen Stellungnahme verwies er darauf, dass ein Hausmeister bei der AOK Niedersachsen mehr verdient als eine Pharmazeutisch-technische Assistentin mit 15 Jahren Berufserfahrung in der höchsten Gehaltsstufe.

Fehske hatte sich zudem an den GKV-Spitzenverband, den Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, gewandt und nach den Tarifverhandlungen für AOK-Mitarbeiter gefragt. Seine Schätzung: Eine Lohnerhöhung von sieben Prozent für diese Beschäftigten würde die Versicherten etwa 250 Millionen Euro pro Jahr kosten. Der Verband lehnte es jedoch ab, ein Foto für Protestplakate zur Verfügung zu stellen, und ließ seine Fragen unbeantwortet.

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Die Proteste konzentrieren sich ausschließlich auf die Krankenkassen und deren Lohnpolitik. Die Organisatoren betonen ausdrücklich, dass sich die Aktion nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Warken richtet.

Mit den bundesweiten Schließungen und Kundgebungen am 23. März wollen die Apotheker ein gemeinsames Zeichen für faire Bezahlung setzen. Fehskes Kritik an den Lohnungleichheiten und die ignorierten Anfragen an den GKV-Spitzenverband unterstreichen die angespannte Stimmung. Das Ergebnis dieser Proteste könnte künftige Verhandlungen zwischen Apothekern und Krankenkassen maßgeblich beeinflussen.

Quelle