13 March 2026, 16:49

Asse-Atommüll bleibt vorerst unter der Erde – Bergung auf unbestimmte Zeit verschoben

Ein rotes und weißes Schild mit einem nach rechts zeigenden Pfeil und fettem schwarzem Text, der "Keine Wiederverwertung" lautet, vor einem weißen Hintergrund.

Verwaiste Kernabfallendlager Asse - Beginn der Bergung verschoben - Asse-Atommüll bleibt vorerst unter der Erde – Bergung auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Pläne zur Bergung von 126.000 Fässern mit radioaktivem Abfall aus dem deutschen Atomlager Asse wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) gab ihren Zeitplan auf und begründete dies mit ungelösten Unsicherheiten im Projekt.

Die Anlage Asse, die zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren genutzt wurde, lagert schwach- und mittelradioaktive Abfälle in 13 unterirdischen Kammern. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Stilllegung des Standorts, wobei die BGE mit der Rückholung des Atommülls beauftragt ist.

Ein 2020 von der BGE vorgelegter Plan sah vor, die Bergung ab 2033 zu beginnen, wobei die vorläufigen Kosten auf über drei Milliarden Euro geschätzt wurden. Die Behörde räumt nun jedoch ein, dass es sich dabei lediglich um einen groben Entwurf handelte, dem in vielen Bereichen entscheidende Details fehlten.

Seither sind die prognostizierten Kosten bis 2025 auf rund 20 Milliarden Euro explodiert – mehr als das Sechsfache der ursprünglichen Schätzung. Die Finanzierung wird stärker von Bundeszuschüssen und einem neuen Finanzierungsmodell abhängen, doch bis März 2026 wurde keine Änderung des Beginns der Bergungsarbeiten bestätigt. Ohne neuen Zeitplan bleibt die Zukunft des Rückbauprojekts ungewiss.

Das Scheitern des Bergungsplans für 2033 lässt das Asse-Stilllegungsvorhaben in der Schwebe. Ohne überarbeiteten Fahrplan muss die BGE zunächst technische und finanzielle Herausforderungen bewältigen, bevor weitere Schritte möglich sind. Die Verzögerung bedeutet auch, dass der Atommüll vorerst unter der Erde verbleibt.

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