Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz entzweit Bauausschuss und Anwohner
Nikolaus FreudenbergerBalkonanbau am Peitinger Hauptplatz entzweit Bauausschuss und Anwohner
Pläne für Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz spalten den Bauausschuss
Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Peitinger Hauptplatz Balkone anzubauen, hat den örtlichen Bauausschuss gespalten. Geplant ist, an der Westfassade eines Gebäudes, in dem sich das Geschäft Betten Weissenbach befindet, zwei neue Balkone anzubringen. Während einige Ausschussmitglieder die Änderungen befürworteten, äußerten andere Bedenken hinsichtlich der Gestaltung und der Auswirkungen auf die Parksituation.
Das Gebäude liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans für den Oberen Hauptplatz und befindet sich im Besitz der Kommune. Ursprünglich hatte der Eigentümer beantragt, Balkone zur Straßenseite hin anzubauen, doch Christian Hack, Leiter der Bauaufsichtsbehörde, lehnte dies wegen des öffentlichen Eigentums ab. Stattdessen sieht der überarbeitete Plan Balkone an den beiden obersten Stockwerken vor, die 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen sollen.
Andreas Barnsteiner von der BVP unterstützte das Vorhaben und argumentierte, die Balkone würden zum Maßstab des Gebäudes passen. Michael Deibler (CSU) hingegen bezeichnete die Gestaltung als "kaum akzeptabel" und kritisierte das Erscheinungsbild. Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte zwar Bedenken wegen der Parkplatzsituation ein, betonte jedoch, dass sich der Eigentümer an die bestehenden Vorschriften halte.
Als einziger Ausschussmitglied stimmte Stadtrat Norbert Merk (CSU) gegen den Plan und verwies auf die befürchtete zusätzliche Parkplatznot durch die neuen Wohnungen. Trotz seiner Ablehnung wurde das Projekt als geringfügige Änderung eingestuft, sodass es ohne vollständiges Genehmigungsverfahren vorankommt.
Trotz gemischter Reaktionen wird das Vorhaben nun im Rahmen der Regelung für geringfügige Änderungen umgesetzt. Die Balkone sollen an der Westseite des Gebäudes entstehen und den Wohnungen in den Obergeschossen privaten Außenraum bieten. Die Bedenken hinsichtlich Parkplätze und Gestaltung bleiben zwar bestehen, stehen dem Bau jedoch nicht im Weg.






