Berliner fordern mindestens 100 Euro Steuersenkung – sonst bleibt sie unbemerkt
Fatima TrubinBerliner fordern mindestens 100 Euro Steuersenkung – sonst bleibt sie unbemerkt
Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Berliner würden eine Steuersenkung erst ab 100 Euro im Monat spürbar wahrnehmen. Die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa erhobenen Daten zeigen dabei kaum Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland oder zwischen verschiedenen Einkommensgruppen. An der Befragung, die zwischen Ende April und Anfang Mai durchgeführt wurde, nahmen über 1.000 Personen teil.
Die Teilnehmer wurden gefragt, ab welcher monatlichen Steuerentlastung sie diese als spürbar empfinden würden. Das Ergebnis: 38 Prozent halten erst ab 100 Euro oder mehr eine Entlastung für bedeutend. Eine deutlich kleinere Gruppe von nur 5 Prozent würde bereits 50 Euro als ausreichend ansehen.
Unter den Anhängern verschiedener Parteien gab es unterschiedliche Einschätzungen. Wähler von CDU/CSU, SPD und Grünen waren sich weitgehend einig, dass 100 Euro im Monat ein fairer Richtwert seien. Dagegen forderten 40 Prozent der AfD-Anhänger deutlich höhere Entlastungen – nämlich über 250 Euro monatlich. Insgesamt nannten 31 Prozent aller Befragten 250 Euro als Mindestbetrag, während 19 Prozent sogar noch höhere Steuersenkungen verlangten.
An der Studie beteiligten sich 1.002 Personen; die Erhebung fand vom 30. April bis zum 4. Mai statt. Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten blieben die Ergebnisse über alle Regionen und Einkommensgruppen hinweg weitgehend einheitlich.
Die Umfrage unterstreicht, dass die Mehrheit der Berliner erhebliche Steuersenkungen erwartet, um eine spürbare Wirkung zu verspüren. Da nur ein kleiner Teil mit 50 Euro zufrieden wäre, könnten Politiker gezwungen sein, größere Entlastungen in Betracht zu ziehen, um den öffentlichen Erwartungen gerecht zu werden. Zudem wird eine klare Kluft zwischen den Anhängern der etablierten Parteien und den AfD-Wählern deutlich, wenn es darum geht, was als spürbare Entlastung gilt.






