18 April 2026, 12:25

Betriebliche Altersvorsorge: Warum sie oft teurer kommt als gedacht

Ein Kreuzworträtsel mit den Wörtern "Verlust" und "Risiko" öber einem Zeitungsartikel voller Text und Zahlen.

Betriebliche Altersvorsorge: Warum sie oft teurer kommt als gedacht

Millionen Arbeitnehmer in Deutschland setzen auf betriebliche Altersvorsorge, um ihre Rentenansprüche aufzubessern. Doch diese Modelle bergen finanzielle Nachteile, die vielen nicht bewusst sind. Von gekürzten gesetzlichen Rentenbezügen bis hin zu hohen Versicherungskosten – die langfristigen Folgen können erheblichem sein.

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Aktuell besitzen etwa 19,49 Millionen Menschen in Deutschland eine betriebliche Altersvorsorge. Häufig basieren diese Verträge auf der Entgeltumwandlung, bei der ein Teil des Gehalts direkt in den Pensionsfonds fließt. Allerdings kann dies die spätere gesetzliche Rente schmälern. Wer beispielsweise 30 Jahre lang monatlich 180 Euro umwandelt, muss mit einer Kürzung der gesetzlichen Rente von etwa 40 Euro pro Monat rechnen.

Sobald das Geld in der betrieblichen Altersvorsorge gebunden ist, verlieren Arbeitnehmer die Kontrolle über die Anlage während der Sparphase. Sie können den Vertrag weder kündigen noch verkaufen, und vorzeitige Auszahlungen sind so gut wie ausgeschlossen. Ein Jobwechsel erschwert die Sache zusätzlich, da die Ansprüchen an den Arbeitgeber geknüpft sind. Ein Anbieterwechsel kann Gebühren auslösen, und wer vor Ablauf von drei Jahren das Unternehmen verlässt, riskiert sogar den vollständigen Verlust der Arbeitgeberzuschüsse.

Mit Beginn des Ruhestands wird die volle Auszahlung als Einkommen versteuert. Hinzu kommen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil umfassen. Zwar gibt es ab 2026 einen steuerfreien Freibetrag von 197,75 Euro pro Monat, doch die finanzielle Belastung bleibt für viele Rentner hoch.

Die betriebliche Altersvorsorge bietet zwar eine Möglichkeit, für den Ruhestand vorzusorgen – doch die Trade-offs sind beträchtlich. Gekürzte staatliche Leistungen, eingeschränkte Flexibilität und zusätzliche Versicherungskosten wirken sich langfristig auf die Finanzen aus. Wer über solche Modelle nachdenkt, sollte die Risiken genau abwägen, bevor er sich für eine Gehaltsumwandlung entscheidet.

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