06 May 2026, 16:20

Braunschweigs Großer Hof soll zum autofreien Kreativquartier werden – 60 Millionen Euro für radikalen Umbau

Ein altes Buch mit einer Stadtansicht-Illustration, die grüne Bäume, hohe Gebäude und klassisch-stylisierte Texte zeigt.

Braunschweigs Großer Hof soll zum autofreien Kreativquartier werden – 60 Millionen Euro für radikalen Umbau

Braunschweigs Großer Hof steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Next Tuesday wird der Stadtrat über einen Antrag abstimmen, das Gebiet als städtebauliches Sanierungsgebiet auszuweisen. Die Stadtverwaltung beschreibt den Stadtteil als vernachlässigt – mit zu vielen Parkplätzen und zu wenig urbanem Leben, seit zwei örtliche Schulen geschlossen wurden.

Seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg hat sich das Viertel kaum verändert. Planer bezeichnen die Bausubstanz heute als veraltet und sehen darin die Chance für einen grundlegenden Neuentwurf. Ein zentraler Baustein des Projekts basiert auf einem preisgekrönten Entwurf aus dem Jahr 2024, den ein Hamburger Büro eingereicht hat.

Die 60 Millionen Euro teure Umgestaltung soll ein autofreies oder -armes Kreativquartier entstehen lassen. Geplant sind neue Wohngebäude, ein Quartiersgarage sowie Räume für die Städtische Galerie und Ateliers für Künstler:innen. Zudem soll die soziale Infrastruktur ausgebaut werden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Finanzierung sieht vor, dass die Stadt 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuert. Den Rest sollen Bundes- und Landesförderprogramme für Stadtentwicklung decken. Die Verwaltung will sich um Mittel aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bewerben, um das Vorhaben zu unterstützen.

Wird der Plan genehmigt, wäre dies der Startschuss für die längst überfällige Aufwertung des Großen Hofs. Aus einem von Autos dominierten Areal könnte ein lebendiges Mischgebiet mit Wohnraum, Kultur und grüner Infrastruktur entstehen. Die Entscheidung des Stadtrats nächste Woche wird zeigen, ob das Projekt Realität wird.

Quelle