Bundestag stoppt Millionen-Deal für überteuerte Tankcontainer der Bundeswehr
Nada BlochBundestag stoppt Millionen-Deal für überteuerte Tankcontainer der Bundeswehr
Deutsche Abgeordnete haben ein großes Rüstungsbeschaffungsvorhaben wegen explodierender Kosten vorläufig gestoppt. Das Verteidigungsministerium plante den Kauf von 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainern für 262,67 Millionen Euro – ein Preis, der scharfe Kritik ausgelöst hat. Haushaltspolitiker der Unionsfraktion und der SPD griffen ein und blockierten die Vereinbarung noch vor der endgültigen Freigabe.
Im Mittelpunkt des Streits steht ein Rahmenvertrag für Tankcontainer, die die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik unterstützen sollen. Die Auslieferung war für 2029 vorgesehen, doch die Stückkosten sind auf etwa 291.000 Euro pro Einheit hochgeschnellt.
Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete die Preiserhöhung als "skandalös". Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, warnte vor einer "Rüstungsbeschaffungsinflation mit viel zu wenig Wettbewerb". Gleichzeitig betonte er, wie wichtig es sei, die finanzielle Flexibilität für das Jahr 2029 zu wahren.
Der mögliche Gesamtwert des Deals könnte auf bis zu 902 Millionen Euro steigen, falls alle 4.200 Einheiten bestellt würden. Dies folgt auf einen Einkauf aus dem Jahr 2021, bei dem 153 ähnliche Container für 21,8 Millionen Euro erworben wurden – damals rund 142.000 Euro pro Stück. Das Verteidigungsministerium äußerte sich nicht zu Details und verwies auf die noch ausstehende Zustimmung des Bundestags.
Die Aussetzung des Vorhabens spiegelt wachsende Bedenken hinsichtlich Militärhaushalt und Transparenz wider. Die Abgeordneten prüfen nun die Vertragsbedingungen, bevor weitere Entscheidungen fallen. Die Container bleiben bis zu einer Lösung auf Eis gelegt.






