"Car Friday" startet die Tuning-Saison – doch die Polizei schaut genau hin
Nada Bloch"Car Friday" startet die Tuning-Saison – doch die Polizei schaut genau hin
Deutschlands Tuning-Szene startet mit "Car Friday" in die Saison
An diesem Karfreitag läutet die deutsche Autotuning-Community mit den traditionellen "Car Friday"-Feiern den Beginn der Tuning-Saison ein. Die Veranstaltung, die regelmäßig große Menschenmassen anzieht, stand in den vergangenen Jahren jedoch auch wegen illegaler Straßenrennen und rücksichtsloser Raserei in der Kritik. Diesmal wollen die Behörden mit verschärften Kontrollen für mehr Sicherheit und die Einhaltung der Gesetze sorgen.
Der Karfreitag, in der Szene schlicht als "Car Friday" bekannt, gilt als inoffizieller Saisonauftakt für Tuning-Fans. Enthusiasten treffen sich an Orten wie der Nürburgring-Nordschleife, um ihre modifizierten Fahrzeuge zu präsentieren und sich auszutauschen. Doch in der Vergangenheit kam es immer wieder zu illegalen Autorennen, extremer Geschwindigkeitsüberschreitung und Lärmbelästigung durch aufgemotzte Boliden.
Polizei kündigt verstärkte Präsenz an Um diesen Missständen entgegenzuwirken, wird die Polizei in Rheinland-Pfalz über die Osterfeiertage ihre Streifen intensivieren. Im Fokus steht die Verhinderung von Verstößen gegen § 315d des Strafgesetzbuchs (StGB), der illegale Autorennen – unabhängig von Strecke oder Vorbereitung – unter Strafe stellt. Den Teilnehmern drohen empfindliche Geldbußen, Punkte in Flensburg, der Entzug der Fahrerlaubnis oder im schlimmsten Fall sogar Haftstrafen. Bei Körperverletzung durch rücksichtsloses Fahren können die Konsequenzen noch härter ausfallen: Dann sind Fahrzeug-Einziehung oder bis zu zehn Jahre Gefängnis möglich.
Die Beamten appellieren an alle Fahrer, die vorgeschriebenen Tempolimits einzuhalten, sich den Straßenverhältnissen anzupassen und sich unter keinen Umständen an illegalen Rennen zu beteiligen oder diese zu organisieren. Zudem weisen sie darauf hin, dass sämtliche Umbauten an Fahrzeugen ordnungsgemäß in den Papieren vermerkt sein müssen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, verdächtige Aktivitäten umgehend unter der Notrufnummer 110 zu melden.
Wer sich für legales und sicheres Tuning interessiert, findet Unterstützung bei der Initiative "TUNE IT! SAFE!", die über eine eigene App Informationen bereithält – erhältlich unter www.tune-it-safe.de.
Mit den angekündigten Kontrollen wollen die Behörden in diesem Jahr besonders hart gegen gefährliches Verhalten bei den "Car Friday"-Veranstaltungen vorgehen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, ohne den Spaß an der Tuning-Kultur zu verbieten. Wer gegen die Regeln verstößt, muss jedoch mit drastischen Konsequenzen rechnen – von hohen Strafen über den Führerscheinentzug bis hin zu Haft.






