06 May 2026, 18:23

Deutsche YouTuber wegen Islam-Kritik in Video vor Gericht – trotz nur 1.000 Klicks

Plakat, das die 'Stimme der liberalen Muslime' Radio-Show bewirbt, zeigt Bilder von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

Deutsche YouTuber wegen Islam-Kritik in Video vor Gericht – trotz nur 1.000 Klicks

Zwei deutsche YouTuber, bekannt als „Niko“ und „Tino“, sehen sich wegen ihrer Islam-Kritik in einem Video aus dem Jahr 2024 mit einem Strafverfahren konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Hamburg leitete die Ermittlungen im Februar 2025 ein – obwohl der Clip weniger als 1.000 Aufrufe verzeichnete. Die Behörden prüfen, ob ihre Äußerungen gegen Gesetze verstoßen, die die Beleidigung religiöser Überzeugungen unter Strafe stellen.

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Das unter dem Titel „Der Islam ist nicht Frieden“ veröffentlichte Video zeigte Aufnahmen von Protesten, bei denen Teilnehmer Hass gegen Israel äußerten oder gewalttätige Anschläge feierten. Niko und Tino, beide christliche Content-Creator, argumentierten darin, der Islam fördere Feindseligkeit statt Frieden. Tino behauptete in der Aufnahme, die Religion bringe „keinen Frieden, keine Freude und kein Leben“, sondern nur „Hass, Macht und Mord“.

Die Ermittlungen erfolgen nach Paragraf 166 des deutschen Strafgesetzbuchs, der die Beleidigung von Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften unter Strafe stellt. Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob die Aussagen rechtswidrig den Islam angreifen oder die öffentliche Ordnung gefährden.

Der Fall hat Kritik vonseiten der Christlichen Polizeivereinigung ausgelöst, die die Äußerungen als geschützte Meinungsfreiheit einstuft. Nikos Anwalt, Marco Wingert, fordert die Einstellung des Verfahrens mit der Begründung, das Video spiegle christliche Überzeugungen wider und hetze nicht zu Hass auf.

Die Anklage hat in Deutschland eine Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit entfacht. Kritiker werfen dem Rechtssystem vor, inkonsistent zu urteilen. Bei einer Verurteilung drohen den YouTubern Strafen wegen Verletzung der Religionsbeleidigungsgesetze. Der Ausgang des Verfahrens könnte richtungsweisend für künftige ähnliche Fälle sein.

Quelle