Friedrichstraße wird zur Fußgängerzone – doch wie sieht ihre Zukunft aus?
Nikolaus FreudenbergerFriedrichstraße wird zur Fußgängerzone – doch wie sieht ihre Zukunft aus?
Die Friedrichstraße in Berlin-Mitte ist diese Woche offiziell zur Fußgängerzone erklärt worden. Die Entscheidung hat eine neue Debatte darüber ausgelöst, wie die ikonische Straße künftig gestaltet werden soll. Die scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch hat nun einen Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Areals ausgelöst.
Der Wettbewerb folgt auf einen kühnen Entwurf des Büros CKSA. Dessen Plan sieht die Friedrichstraße als elegante, autofreie Fläche vor, die nahtlos in den nahegelegenen Gendarmenmarkt übergeht. Natürliche Steinpflasterungen, große Bäume und Kunstinstallationen sollen das Bild prägen und einen fließenderen Übergang zwischen privaten und öffentlichen Räumen schaffen.
Auch die Querstraßen zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt wären laut Vorschlag autofrei und würden stattdessen zu öffentlichen Plätzen mit Wasserspielen und Freiflächen umgestaltet. Der Gendarmenmarkt selbst behielte eingeschränkt den Fahrzeugzugang – vor allem für Lieferungen –, wobei kleinere, befahrbare Kopfsteinpflaster in quadratischem Muster verlegt würden.
Die Zukunft der Friedrichstraße bleibt ein viel diskutiertes Thema unter Berlinerinnen und Berlinern. Eine aktuelle Leserumfrage sammelt derzeit Meinungen dazu, wie sich die Straße entwickeln soll.
Der Architekturwettbewerb wird über das endgültige Design der Fußgängerzone entscheiden. Sollte sich die Vision von CKSA durchsetzen, würde die Friedrichstraße zu einer autofreien, fahrradfreundlichen Zone mit engerer Anbindung an den Gendarmenmarkt. Das Ergebnis wird einen der historisch bedeutendsten und meistdiskutierten öffentlichen Räume Berlins prägen.






