18 April 2026, 12:25

Gebrauchtwagenpreise fallen – doch nicht alle Modelle verlieren gleich stark

Ein belebter Markt auf einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern und einer Brücke im Hintergrund bei einem teilweise bewölkten Himmel.

Gebrauchtwagenpreise fallen – doch nicht alle Modelle verlieren gleich stark

Gebrauchtwagenpreise in Deutschland sinken um etwa fünf Prozent seit 2023-Höchststand

Die Preise für Gebrauchtwagen in Deutschland sind seit ihrem Höhepunkt im Jahr 2023 um etwa fünf Prozent gefallen und lagen Anfang 2025 bei durchschnittlich 27.800 Euro. Diese Entwicklung folgt auf Jahre der Schwankungen, ausgelöst durch die Pandemie, Lieferkettenstörungen und die veränderte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

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Zwischen 2021 und 2022 stiegen die Gebrauchtwagenpreise um fast 19 Prozent – der stärkste Anstieg in einem so kurzen Zeitraum. Der Preisschub war eine Folge der globalen Chipkrise, die Automobilhersteller zwang, die Produktion einzustellen und die Auslieferung von Neuwagen zu verzögern. Halbleiterproduzenten hatten ihre Lieferungen stattdessen an die Konsumelektronik umgelenkt, sodass die Autoindustrie mit einem Mangel an Bauteilen kämpfte. Schätzungen zufolge wurden 2021 zwischen sieben und elf Millionen weniger Fahrzeuge produziert als ursprünglich geplant.

Mittlerweile passt sich der Markt an, da Leasingfahrzeuge zurück zu den Händlern kommen und so der Preisdruck etwas nachlässt. Dennoch liegen die Bestände weiterhin etwa 25 Prozent unter dem Niveau vor der Pandemie. Während SUVs und Kompaktmodelle wie der VW Tiguan oder der BMW X1 ihren Wert gut halten, verlieren Luxus-Elektrofahrzeuge stark an Wert. Drei Jahre alte rein elektrische Autos behalten nur noch etwa 50 Prozent ihres ursprünglichen Preises – im Vergleich zu 63,5 Prozent bei Benzinern und 62,2 Prozent bei Dieselfahrzeugen. Hochpreisige Elektromodelle wie der Mercedes EQS haben bis zu 45 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Die Coronavirus-Pandemie hatte zunächst für Chaos in den globalen Lieferketten gesorgt, insbesondere in der Automobilbranche. Produktionsverzögerungen und die begrenzte Verfügbarkeit von Neuwagen trieben die Käufer auf den Gebrauchtmarkt und ließen die Preise steigen. Nun, da sich das Angebot langsam erholt, stabilisieren sich die Preise – allerdings profitieren nicht alle Segmente gleichermaßen.

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt beruhigt sich nach Jahren extremer Schwankungen. Während einige Modelle wie SUVs und Kompaktwagen weiterhin hohe Wiederverkaufswerte erzielen, müssen Luxus-Elektrofahrzeuge starke Wertverluste hinnehmen. Da die Bestände noch immer unter dem Vorkrisenniveau liegen, befindet sich der Markt weiterhin in einer allmählichen Erholungsphase.

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