19 April 2026, 16:22

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" im Umgang mit der AfD

Plakat wirbt für 'Die Stimme der liberalen Muslime' - Radioshow mit Bildern von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

Georg Restle attackiert ARD: "Großer Fehler" im Umgang mit der AfD

Georg Restle, Moderator des ARD-Investigativmagazins Monitor, hat die Umgangsweise seines Arbeitgebers mit der rechtsextremen AfD scharf kritisiert. In jüngsten Stellungnahmen warf er dem Sender vor, einen "großen Fehler" begangen zu haben, indem die Sendezeit seiner Sendung gekürzt wurde. Seine Äußerungen richteten sich zudem gegen die allgemeine Berichterstattung der ARD über die AfD im Vorfeld der anstehenden Wahlen.

Restle argumentierte, die AfD dürfe nicht wie andere politische Parteien behandelt werden. Besonders nannte er Björn Höcke, einen führenden Vertreter der Partei, dessen Ansichten seiner Meinung nach im Extremismus verwurzelt seien. Laut Restle schöpfe die AfD ihre Kraft aus "gewaltbereitem rechtsextremem Milieu auf der Straße" und dürfe nicht als normale politische Kraft wahrgenommen werden.

Er kritisierte auch Kollegen innerhalb der ARD, die eine normalisierte Berichterstattung über die Partei vorantreiben. Restle behauptete, diese Stimmen hätten an Einfluss gewonnen, während Journalisten, die eine kritische Haltung einnehmen, mit "starkem Gegenwind" konfrontiert seien. Seine Frustration erstreckte sich auch auf die Senderführung: Er warnte, dass die Konzentration auf Sparmaßnahmen und Effizienz die öffentliche Aufgabe der ARD in den Hintergrund drängen könnte.

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Zu den inneren Konflikten innerhalb der AfD sah Restle kaum Unterschiede zwischen Höckes Flügel und dem des Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla. Zudem bedauerte er, dass eine bloße Berichterstattung über globales Chaos – ohne Einordnung – lediglich die öffentliche Verunsicherung schüre.

Restles Aussagen spiegeln die Spannungen innerhalb der ARD über ihre politische Berichterstattung wider. Die Kürzung der Sendezeit von Monitor und die Debatten um den Umgang mit der AfD stehen für grundsätzliche Fragen zur Medienverantwortung. Seine Warnungen deuten darauf hin, dass die Entscheidungen des Senders langfristige Auswirkungen auf den öffentlichen Diskurs haben könnten.

Quelle