Gerhard Schlikker und die Villa, die der NSDAP diente – ein kritischer Blick
Nikolaus FreudenbergerGerhard Schlikker und die Villa, die der NSDAP diente – ein kritischer Blick
Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und die Geschichte der Villa Schlikker
Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und die Geschichte der Villa Schlikker statt. Die Veranstaltung im Museumsquartier Osnabrück kostet 3 Euro Eintritt, Personen unter 18 Jahren haben freien Zugang. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie individuelles Handeln den Übergang von der Republik zur Diktatur im nationalsozialistischen Deutschland prägte.
Der Abend widmet sich Gerhard Schlikker (1874–1964), der das Gebäude am Heger Tor 1926 erwarb. Nur sechs Jahre später stellte er es der NSDAP für ihre Aktivitäten zur Verfügung. Die Referent:innen beleuchten sein Wirken während der NS-Zeit sowie die offenen Fragen zu seinen späteren Rechtfertigungsversuchen – historische Quellen geben darüber jedoch keine klaren Auskünfte, wie er seine Rolle nach dem Zweiten Weltkrieg darstellte.
Statt einer übergeordneten politischen Analyse verfolgt die Diskussion einen biografischen Ansatz. Sie untersucht, wie persönliche Entscheidungen den Aufstieg der Diktatur begünstigten. Durch den Fokus auf Schlikkers Handeln soll die Veranstaltung die menschliche Dimension der NS-Geschichte erhellen.
Der Vortrag lädt dazu ein, über das Zusammenspiel von individueller Verantwortung und historischem Wandel nachzudenken. Der Eintritt beträgt 3 Euro, unter 18-Jährige zahlen nichts. Beginn ist um 18:30 Uhr im Museumsquartier Osnabrück.






