Golfkonflikt bedroht Treibstoffversorgung: Drohen bald Engpässe an deutschen Tankstellen?
Fatima TrubinGolfkonflikt bedroht Treibstoffversorgung: Drohen bald Engpässe an deutschen Tankstellen?
Der anhaltende Konflikt im Persischen Golf hat die globale Ölversorgung gestört und Sorgen vor möglichen Treibstoffengpässen in Deutschland ausgelöst. Zwar schließt die Bundesregierung derzeit akute Versorgungsprobleme aus, doch warnen Beamte, dass sich Verzögerungen bei der Lösung der Krise bis Ende April oder Mai zu spürbaren Engpässen auswachsen könnten.
Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran hat die weltweiten Öllieferungen bereits um zehn Prozent reduziert. Deutschland deckt seinen Bedarf zwar weitgehend aus eigener Produktion – fast der gesamte Benzinbedarf und etwa 90 Prozent des Dieselverbrauchs werden im Inland abgedeckt. Dennoch befürchtet das Wirtschaftsministerium, dass weitere Störungen, insbesondere ein Stopp der US-Ölexporte, die Versorgung an deutschen Tankstellen belasten könnten.
Die Bundesregierung betont, dass die USA derzeit keine Pläne hätten, Öl- und Gaslieferungen einzuschränken. Doch Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen und ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär, hält die Zuversicht der Regierung in dieser Frage für trügerisch. Seine Äußerungen spiegeln eine breitere Unsicherheit wider, wie stabil die Treibstoffversorgung bleibt, sollte sich die Lage weiter zuspitzen.
Aktuell reicht die inländische Produktion aus, um unmittelbare Knappheiten zu vermeiden. Zieht sich der Golfkonflikt jedoch in die Länge oder kommt es zu weiteren Unterbrechungen der US-Lieferungen, steigt das Risiko von Versorgungslücken an den Tankstellen. Das Wirtschaftsministerium beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.






