Großrazzia in Langenfeld enthüllt Betrug mit Scheinwohnsitzen am Rhein
Großrazzia in Langenfeld enthüllt Betrug mit Scheinwohnsitzen am Rhein
Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Betrug mit Scheinwohnsitzen und illegale Wohnpraktiken am Rhein auf
Unter der Leitung von Oliver Konsierke förderte eine Ermittlung in Langenfeld zwielichtige Wohnsitzkonstruktionen und illegale Wohnverhältnisse am Rhein zutage. Dabei wurden 12 Scheinwohnsitze entdeckt, die auf Staatsbürger aus osteuropäischen EU-Ländern registriert waren. Zudem bestehen Verdachtsmomente auf nicht angemeldete Beschäftigung sowie gefälschte Vaterschaftsanerkennungen in einigen Fällen.
Die Erkenntnisse sind Teil einer groß angelegten Offensive im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper, die erst vergangene Woche offiziell an den Start ging. Das Programm zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Städten zu stärken, um organisierte Kriminalität und Sozialbetrug wirksamer zu bekämpfen.
Bei der Aktion wurden in Reusrath 12 gefälschte Melderegistereinträge aufgedeckt, die allesamt auf Bürger aus Osteuropa zurückgingen. Die Betroffenen werden nun abgemeldet, während sieben weitere Personen wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit und nicht angemeldete Gewerbebetriebe weiter überprüft werden.
In Richrath stießen Beamte auf einen Verstoss gegen die Meldepflicht, der zur Abmeldung führte. Hier bestehen zudem Hinweise auf eine vorgetäuschte Vaterschaftserkennung sowie nicht genehmigte Baumaßnahmen. An einer dritten Adresse wird ebenfalls wegen möglicher Scheinanmeldungen ermittelt, die dazu dienten, Einwanderungsbestimmungen zu umgehen.
Die Ermittler identifizierten darüber hinaus unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien sowie Verstöße gegen das Wohnraumstärkungsgesetz. Diese Fälle wurden während eines landesweiten Aktionstags am 4. März 2026 aufgedeckt, an dem sich auch Städte wie Dortmund, Duisburg und Essen beteiligten.
Die vom Land finanzierte Initiative GeKo Rhein Wupper verfügt nun über eine zentrale Koordinierungsstelle in Wuppertal. Fünf Gründungsstädte – Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal – treiben das Netzwerk voran. Velbert und weitere Kommunen könnten nach ihrer Teilnahme an der jüngsten Razzia bald folgen.
Im Mittelpunkt der Initiative stehen Echtzeit-Datenaustausch und grenzüberschreitende Maßnahmen gegen Kriminalität. Ziel ist es, Behörden und Gemeinden widerstandsfähiger gegen illegale Machenschaften am Rhein zu machen.
Die Aktion hat bereits zu Abmeldungen und weiteren Ermittlungen wegen illegaler Wohn- und Arbeitsverhältnisse am Rhein geführt. Mit dem nun aktiven GeKo Rhein Wupper-Netzwerk planen die Behörden, die Überwachung und Durchsetzung in weiteren Städten am Rhein auszuweiten. Das landesgeförderte Programm wird weiterhin organisierte Kriminalität und Betrug durch verbesserte Behördenzusammenarbeit am Rhein bekämpfen.
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