Guido Westerwelle: Zehn Jahre nach dem Tod des FDP-Popstars und Kämpfers
Nada BlochVom 'Jungtürken' zum Staatsmann - Guido Westerwelle: Zehn Jahre nach dem Tod des FDP-Popstars und Kämpfers
18. März jähren sich zehn Jahre seit dem Tod von Guido Westerwelle, dem ehemaligen deutschen Außenminister und Vorsitzenden der Freien Demokratischen Partei (FDP). 2014 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert; nach einem beharrlichen Kampf gegen die Krankheit starb er 2016 im Alter von nur 54 Jahren.
Sein politischer Aufstieg begann in den 1980er-Jahren, als er den Jugendverband der FDP, die Jungen Liberalen, prägte. Mit provokanten, oft scharf formulierten Aussagen und einem unkonventionellen Stil avancierte er zum "Polit-Popstar". Unter seiner Führung erzielte die FDP 2009 ihr bestes Bundestagswahlergebnis aller Zeiten mit 14,6 Prozent der Stimmen.
Doch 2013 erlebte die Partei einen dramatischen Einbruch: Sie verfehlte die Fünf-Prozent-Hürde und schied aus dem Bundestag aus. Dieser Rückschlag löste eine Phase innerparteilicher Umbrüche aus, doch der Wiederaufstieg gestaltete sich in den folgenden Jahren schwierig.
Trotz der politischen Turbulenzen begegnete Westerwelle seiner Leukämie-Diagnose 2014 mit Disziplin und Entschlossenheit. In seinem 2015 erschienenen Buch "Zwischen zwei Leben" schildert er offen seinen Kampf gegen die Krankheit. Ein 90-minütiger ARD-Dokumentarfilm gab später weitere Einblicke in sein Privatleben und zeigte seinen ungebrochenen Lebenswillen bis zu seinem Tod 2016.
Westerwelles Vermächtnis lebt weiter als das eines Politikers, der die liberale Landschaft Deutschlands prägte und persönliche Schicksalsschläge mit Mut meisterte. Seine Führung hinterließ Spuren in der FDP – auch über die späteren Krisen der Partei hinaus. Der Jahrestag seines Todes erinnert an seinen Einfluss, der weit über die Politik hinausreicht.






