18 April 2026, 22:21

Hitze im Bundestag: Merz' Migrationsaussagen entfachen Streit über Gewalt gegen Frauen

Drei Frauen in einem raumähnlichen Setting diskutieren Geschlechtergerechtigkeit, während sie an einem vollgestellten Tisch mit Büchern, Papieren, einer Glocke und einem Mobiltelefon sitzen.

Hitze im Bundestag: Merz' Migrationsaussagen entfachen Streit über Gewalt gegen Frauen

Im Bundestag entbrannte eine hitzige Debatte über Gewalt gegen Frauen, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz das Thema mit Migration in Verbindung gebracht hatte. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch kritisierte Merz scharf dafür, dass er sich auf Migranten konzentriere, statt das Problem in seiner Gesamtheit anzugehen. Der Wortwechsel ereignete sich während einer Sitzung, in der die zunehmenden Angriffe – sowohl im realen Leben als auch im Netz – verurteilt wurden.

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Merz eröffnete die Diskussion mit dem Hinweis auf einen besorgniserregenden Anstieg der Gewalt gegen Frauen. Er behauptete, ein erheblicher Teil solcher Straftaten gehe auf das Konto von Migranten. Seine Äußerungen stießen bei Abgeordneten der Opposition sofort auf Widerspruch.

Matthias Miersch, Chef der SPD-Fraktion, betonte, dass Gewalt gegen Frauen alle Bereiche der Gesellschaft betreffe. Das Problem habe keine bestimmte Nationalität, Religion oder Herkunft, argumentierte er. Statt eine Gruppe gezielt an den Pranger zu stellen, forderte Miersch eine umfassendere Auseinandersetzung mit der Thematik.

Zudem warf er Merz vor, eine Chance vertan zu haben, die Abgeordneten im Kampf für den Schutz der Opfer zu einen. Der Ansatz des Kanzlers sei unangemessen und gehe an den eigentlichen Bedürfnissen der Betroffenen vorbei, so Miersch. Seine Priorität müsse darin liegen, die Überlebenden zu unterstützen – und nicht darin, bestimmten Gemeinschaften die Schuld zuzuschieben.

Miersch wiederholte, dass Gewalt gegen Frauen eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung sei, die gemeinsames Handeln erfordere. Er rief die Politiker auf, sich auf Lösungen zu konzentrieren statt auf spaltende Aussagen.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben darüber, wie Gewalt gegen Frauen bekämpft werden soll. Während Merz das Thema mit Migration verknüpfte, bestand Miersch auf einem breiteren, inklusiveren Ansatz. Die Uneinigkeit ließ wenig Raum für eine schnelle Einigung über das weitere Vorgehen.

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