Katholische Kirche verliert weiterhin Mitglieder - Katholische Kirche in Niedersachsen verliert weiter an Mitgliedern
Die Zahl der Mitglieder der katholischen Kirche in Deutschland ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. 2025 setzte sich dieser Trend fort, wobei in mehreren Bistümern Niedersachsens Rückgänge verzeichnet wurden. Offizielle Zahlen zeigen sowohl schrumpfende Mitgliederzahlen als auch einen leichten Rückgang der förmlichen Austritte in einigen Regionen.
Im Bistum Osnabrück sank die Zahl der Katholiken von 497.031 auf 486.439. Die förmlichen Kirchenaustritte stiegen dort leicht an und erreichten 3.157 im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verzeichnete das Bistum 6.702 Austritte – eine leichte Verbesserung gegenüber 2024.
Im Bistum Hildesheim ging die Mitgliederzahl von 508.183 auf 493.186 zurück. Dennoch sanken die förmlichen Austritte auf 8.843, weniger als im Vorjahr. Die Kirchenvertreter in Hildesheim betonten, auch angesichts sinkender Zahlen ein "fester Anker" im Leben der Menschen bleiben zu wollen.
Auch im Offizialatsbezirk Oldenburg gab es einen Rückgang: Die Zahl der Katholiken verringerte sich von 235.388 auf 230.623. In Bremen lag die katholische Bevölkerung 2025 bei 55.809. Insgesamt bekannten sich in Niedersachsen noch rund 1,16 Millionen Menschen zum katholischen Glauben.
Bundesweit ist die Mitgliederzahl seit den 1990er-Jahren dramatisch gesunken – von etwa 28 Millionen (34 Prozent der Bevölkerung) auf heute rund 18 Millionen (22 Prozent). Die regionalen Unterschiede bleiben dabei deutlich: Während in der ehemaligen DDR die Quote bei nur 3 bis 5 Prozent liegt, sind es in Bayern und Baden-Württemberg noch 30 bis 40 Prozent. Diese Differenzen spiegeln die historischen Teilungen und die anhaltenden Folgen der Säkularisierung während der kommunistischen Ära wider.
Die aktuellen Zahlen bestätigen den langfristigen Rückgang der katholischen Kirchenmitgliedschaft in Deutschland. Zwar verzeichneten einige Bistümer weniger förmliche Austritte, doch die Gesamtzahlen schrumpfen weiter. Die Kirchenvertreter stehen nun vor der Herausforderung, in einer sich rasant wandelnden religiösen Landschaft Einfluss zu behalten.