22 March 2026, 06:25

Krankenkassenausgaben steigen 2025 um 7,8 Prozent – doch die Einnahmen hinken hinterher

Flussdiagramm, das verschiedene Arten von medizinischen Kosten zeigt, die mit Vorerkrankungen, Gesundheit und Gesundheitsergebnissen verbunden sind.

Krankenkassenausgaben steigen 2025 um 7,8 Prozent – doch die Einnahmen hinken hinterher

Die Ausgaben der deutschen Krankenversicherungen stiegen 2025 um 7,8 Prozent – ein Anstieg, der dem Vorjahr entspricht. Während die Kosten in mehreren Bereichen weiter stark zunahmen, blieb das Wachstum der Einnahmen mit nur 5,3 Prozent deutlich zurück. Der Gesundheitsfonds verzeichnete für das Jahr vorläufig ein Defizit von 0,6 Milliarden Euro.

Zwischen 2013 und 2023 wuchsen die Gesundheitsausgaben in Deutschland im Schnitt um 3,5 bis 4 Prozent pro Jahr. Innerhalb dieses Jahrzehnts stiegen die Gesamtausgaben von etwa 198 Milliarden Euro auf rund 320 Milliarden Euro. Haupttreiber waren die alternde Bevölkerung, steigende Behandlungskosten, Investitionen in die digitale Gesundheit sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ab 2020.

Im Jahr 2025 verzeichnete die medizinische Behandlungspflege mit einem Plus von 12,6 Prozent das stärkste Wachstum – deutlich über dem langfristigen Trend. Auch die Ausgaben für Therapien durch Heilberufler kletterten um 10,4 Prozent und markierten damit das dritte Jahr in Folge mit zweistelligen Zuwächsen.

Die Aufwendungen für stationäre Krankenhausbehandlung stiegen um 9,6 Prozent, mehr als das Doppelte der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der Vorjahre. Bei ambulanten Arztleistungen gab es ein Plus von 7,6 Prozent, was die üblichen Trends deutlich übertrifft. Präventiv- und Rehabilitationsleistungen legten um 10 Prozent zu und setzten damit ihren starken Aufwärtstrend fort.

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Die Kosten für Patiententransporte, angetrieben durch Rettungsdienst und Luftrettung, stiegen um 8,9 Prozent. Die Arzneimittelausgaben blieben hingegen vergleichsweise stabil und erhöhten sich um 5,9 Prozent – ähnlich wie im Vorjahr.

Die Zahlen für 2025 unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Ausgaben- und Einnahmenentwicklung. Da die Beitragseinnahmen nur um 5,3 Prozent stiegen, spiegelt das Defizit des Gesundheitsfonds in Höhe von 0,6 Milliarden Euro den anhaltenden Druck auf die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems wider. Besonders in den Bereichen Pflege und Therapien übersteigen die Kostensteigerungen weiterhin die langfristigen Durchschnittswerte.

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