Landtagswahl 2026: Grüne und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg
Nikolaus FreudenbergerMüller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Landtagswahl 2026: Grüne und CDU liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen in Baden-Württemberg
Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – Streit über mögliche Bündnisse
Bei der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg liegen die Grünen und die CDU mit jeweils 56 Sitzen gleichauf an der Spitze. Da keine klare Mehrheit zustande kam, haben die Koalitionsgespräche die Debatte über mögliche Partnerschaften neu entfacht. Eine prominente Stimme in der Diskussion ist Theo Müller, Gründer der Molkerei Müller, der mit seiner Forderung nach einem Bündnis der CDU mit der rechtspopulistischen AfD für Kontroversen sorgt.
Laut Wahlergebnis erreichten die Grünen knapp die Spitze mit 30,2 Prozent der Stimmen, knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Beide Parteien errangen 56 Sitze, während die AfD mit 18,8 Prozent (35 Sitze) und die SPD mit 5,5 Prozent (10 Sitze) folgten. FDP und Die Linke verfehlten den Einzug ins Parlament, was die Möglichkeiten zur Regierungsbildung stark einschränkt.
Eine Koalition aus Grünen und SPD scheiterte an einem Sitz – für eine Mehrheit wären mindestens 78 Mandate nötig gewesen. Damit bleibt die bestehende schwarz-grüne Koalition aus Grünen und CDU die einzige realistische Option, die seit 2016 regiert. Die CDU hat jedoch jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen.
Theo Müller, Mitglied der CSU – der bayerischen Schwesterpartei der CDU – stellt diese Haltung wiederholt infrage. Er schlug ein Bündnis von CDU und AfD vor und lobte den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier als vernünftig und regierungsfähig. Zudem forderte Müller, die CDU solle einen eigenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aufstellen, statt wie bisher Cem Özdemir von den Grünen zu unterstützen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Müller mit Äußerungen zur AfD für Aufsehen sorgt. Bereits zuvor traf er sich mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel und bezeichnete sie als "eine Freundin". Seine jüngsten Aussagen haben die innerparteiliche Debatte der CDU über den Umgang mit der Rechtspopulisten erneut angeheizt.
Die CDU hält weiterhin an ihrer Ablehnung der AfD fest, sodass die schwarz-grüne Koalition die einzige machbare Regierungsoption bleibt. Müllers Aussagen zeigen jedoch die anhaltenden Spannungen innerhalb konservativer Kreise über die künftige Ausrichtung der Partei. Die endgültige Entscheidung über die Führung in Baden-Württemberg liegt nun bei internen Verhandlungen und einer geheimen Parlamentsabstimmung.