Merz attackiert SPD mit scharfen Worten: "Mit mir auch nicht!"
Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Koalitionspartner von der SPD mit ungewöhnlich scharfen Worten gewarnt. In einer für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlichen Stellungnahme lehnte er Forderungen nach höheren Steuern für Spitzenverdiener ab und warf der Partei vor, ihre Kompetenzen zu überschreiten. Seine Äußerungen fielen während eines vorab aufgezeichneten Interviews für die ARD-Sendung Caren Miosga, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden soll.
Merz richtete sich direkt an SPD-Chef Lars Klingbeil und erklärte, Steuersenkungen für Gutverdiener werde es unter einer CDU/CSU-Führung nicht geben. Er betonte, dass Kompromisse in der Regierung ein Geben und Nehmen erforderten, und fügte hinzu: „Kompromiss ist keine Einbahnstraße.“ Sein Ton spiegelte die wachsende Verärgerung innerhalb der CDU wider, wobei der Kanzler klarstellte, er habe keinen Auftrag, „die Partei zu zerstören“.
Der Kanzler wies zudem die Vorstellung einer linksgerichteten Mehrheit in Deutschland zurück. Er warnte die SPD davor, anzunehmen, sie könne ihre Politik ungehindert durchsetzen, und erklärte: „Es gibt keine linke Mehrheit in Deutschland.“ Seine Aussagen unterstrichen die Spannungen in der Koalition, insbesondere bei den Steuerplänen der SPD.
Merz’ Position war unmissverständlich: „Mit mir auch nicht.“ Das bereits aufgezeichnete, aber erst für Sonntag geplante Interview markiert eine seltene öffentliche Zuspitzung der internen Koalitionsstreitigkeiten.
Die Äußerungen des Kanzlers deuten auf eine Verhärtung der CDU-Haltung gegenüber den Steuerplänen der SPD hin. Sein Beharren auf Zurückhaltung lässt erwarten, dass weitere Verhandlungen auf Widerstand stoßen werden. Die Ausstrahlung des Interviews dürfte die Debatten innerhalb der Koalition weiter anheizen.






