02 May 2026, 06:23

Mieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung von Modernisierungskosten

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Mieterbund fordert einkommensabhängige Verteilung von Modernisierungskosten

Forderung nach Reform: Mietermodernisierungskosten sollen einkommensabhängig verteilt werden

Aus der Wohnungswirtschaft kommt der Ruf nach einer Reform bei der Umlage von Modernisierungskosten auf Mieter. Axel Gedaschko, Präsident des Deutschen Mieterbunds, plädiert dafür, die Höhe der Beteiligung jedes Mieters am Einkommen auszurichten. Das aktuelle System belaste Geringverdiener seiner Meinung nach unzumutbar stark.

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Bisher dürfen Vermieter die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen – etwa den Einbau energieeffizienter Heizsysteme oder andere klimafreundliche Sanierungen – gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko kritisiert diesen Ansatz als ungerecht, da er keine Rücksicht auf unterschiedliche Einkommensverhältnisse nehme.

Sein Vorschlag sieht stattdessen ein gestuftes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen würden einen größeren Anteil der Kosten tragen, während Haushalte mit geringeren Einnahmen entlastet würden. Der Mieterbund-Chef drängt die Union aus CDU/CSU und SPD, zügig zu handeln und die Regelungen anzupassen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie die finanziellen Belastungen durch ökologische Sanierungen fair verteilt werden können. Gedaschko betont, dass Gerechtigkeit bei der Aufteilung dieser Ausgaben unter den Mietern maßgeblich sein müsse.

Würde das neue Modell eingeführt, würden sich die Kosten nach der Leistungsfähigkeit der Mieter richten. Vermieter könnten ihre Modernisierungsaufwendungen zwar weiterhin refinanzieren, doch die Verteilung würde sich grundlegend ändern. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, die bestehenden Regeln zu überprüfen und Gedaschkos Forderungen zu prüfen.

Quelle