14 April 2026, 02:23

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im deutschen Fernsehen

Ein Mann im Rollstuhl spricht zu Reportern mit Kameras, Mikrofonen und Handys, mit einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im deutschen Fernsehen

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl ist sie nun im deutschen Fernsehen zu sehen. Die erfahrene Journalistin stieg am 12. Februar in das Nachrichtenteam des Bayerischen Rundfunks (BR) ein und bringt mehr als zwei Jahrzehnte Medienexpertise in die Position mit. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation im Rundfunk.

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Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk. Im Laufe der Jahre arbeitete sie für die Rundschau sowie in den ARD-Auslandsstudios in Rom und Wien. Zudem moderierte sie die Radiosendung Leben mit Behinderung, in der sie Geschichten und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen teilte.

Seit ihrer Diagnose mit Multipler Sklerose setzt sich Kottmann seit Langem für Barrierefreiheit und Inklusion ein. Für ihr Engagement wurde sie zur Vorbildfigur für Menschen mit körperlichen Behinderungen. Kollegen lobten während einer Probezeit als Nachrichtensprecherin ihren Professionalismus und ihre herzliche Art.

Seit dem 12. Februar präsentiert sie nun fest die BR24-Nachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Ihr Auftritt vor der Kamera spiegelt den wachsenden Anspruch nach Vielfalt in den deutschen Medien wider.

Kottmanns Wechsel an den Hauptnachrichtentisch unterstreicht ihr Können und ihre Entschlossenheit. Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland verleiht sie berufstätigen Menschen mit Behinderung im Fernsehen mehr Sichtbarkeit. Ihre täglichen Sendungen erreichen nun ein breites Publikum in Bayern und darüber hinaus.

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