20 March 2026, 20:35

Niedersachsen diskutiert über die Zukunft des digitalen Lernens und Bildungsreformen

Eine Zeichnung der St. Louis Manual Training School mit mehreren Personen davor und Text unten.

Niedersachsen diskutiert über die Zukunft des digitalen Lernens und Bildungsreformen

Bildungsexperten diskutieren in Niedersachsen über die Zukunft des digitalen Lernens

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In Niedersachsen trafen sich Bildungsexperten, um die Zukunft des digitalen Lernens zu erörtern. Die Veranstaltung im Rahmen des Niedersächsischen Wegs zählte unter anderem die Digitalbotschafterin Silke Müller und Olaf Köller vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung zu den Teilnehmern. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Finanzierung, mehr Eigenverantwortung der Schulen sowie die Steigerung der Leistungsstandards im Zuge der Bildungsreform.

In den vergangenen fünf Jahren hat die niedersächsische Digitalisierungsstrategie für Schulen (DigBild.Nds) erhebliche Fortschritte gebracht: Die Einrichtungen erhielten Hochgeschwindigkeits-Internet mit bis zu 1 Gbit/s, rund 150.000 Endgeräte pro Schule sowie Plattformen wie Meine Schule digital. Lehrkräfte durchliefen jährliche Weiterbildungen, wobei 20 Stunden Fortbildung pro Jahr verpflichtend waren. Bis 2025 zeigten Berichte, dass 75 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihre digitalen Kompetenzen verbessert hatten; zudem wurden digitale Module verbindlich in die Lehrpläne integriert.

Der Referent Lechner betonte jedoch, dass technische Ausstattung allein nicht ausreiche. Er forderte eine stärkere Kompetenzstrategie und bezeichnete das aktuelle System als "Reformchaos" mit zu viel Bürokratie. Seine Vorschläge umfassten verlässliche Finanzierungsmodelle, mehr Autonomie für Schulen sowie eine konsequentere Ausrichtung auf Qualität und Leistung.

Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in das Bildungskapitel des Niedersächsischen Wegs ein, das im Oktober verabschiedet werden soll. Experten unterstrichen die Notwendigkeit langfristiger Planung statt kurzfristiger Lösungen.

Die Veranstaltung zeigte sowohl Erfolge als auch Herausforderungen der digitalen Bildung auf. Die gewonnenen Erkenntnisse werden direkt in die anstehenden Anpassungen des Niedersächsischen Wegs einfließen. Ziel der Verantwortlichen ist es, bürokratische Hürden abzubauen und Schulen gleichzeitig mit den nötigen Mitteln und Freiräumen auszustatten, um die Lernergebnisse nachhaltig zu verbessern.

Quelle