09 March 2026, 14:28

Notfallzulassung für Herbizid Permit: Bauern kämpfen gegen invasives Zypergras auf 300.000 Hektar

Ein Maisfeld in ländlicher Gegend, umgeben von Gras und Bäumen, mit Häusern im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel darüber.

Notfallzulassung für Herbizid Permit: Bauern kämpfen gegen invasives Zypergras auf 300.000 Hektar

Deutsche Landwirte erhalten eine erweiterte Notfallzulassung für das Herbizid Permit, um die zunehmende Bedrohung durch die Gelbe Zypergrasart zu bekämpfen. Das invasive Unkraut hat sich bereits auf über 300.000 Hektar ausgebreitet, wobei allein Niedersachsen 250.000 Hektar betrifft. In diesem Jahr haben die Behörden die zugelassene Menge von Permit von 1.050 kg im Jahr 2025 auf 3.500 kg erhöht, um damit bis zu 100.000 Hektar behandeln zu können.

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Die Gelbe Zypergrasart stellt ein hartnäckiges Problem für die deutsche Landwirtschaft dar, insbesondere in Reihenkulturen wie Mais und Kartoffeln. Das Unkraut breitet sich aggressiv über unterirdische Triebe und Knollen aus und ist, einmal etabliert, nahezu unmöglich zu beseitigen. Seine rasche Ausbreitung hat die Behörden zum Handeln gezwungen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat eine 120-tägige Notfallzulassung für Permit erteilt, ein Herbizid mit dem Wirkstoff Halosulfuron-methyl. Dieser systemisch und selektiv wirkende Stoff wird über Blätter und Wurzeln aufgenommen und bekämpft gezielt das Unkraut, während die Nutzpflanzen verschont bleiben. Landwirte dürfen das Mittel mit einer Höchstmenge von 35 Gramm pro Hektar einsetzen, aufgeteilt auf zwei Behandlungen in bestimmten Wachstumsstadien des Maises (BBCH 14 und BBCH 16). Zwischen den Anwendungen muss ein Abstand von 7 bis 12 Tagen eingehalten werden.

Die Anwendung unterliegt strengen Auflagen: Permit darf nicht auf drainierten Flächen ausgesprüht werden (Umweltauflage NG 405). Dr. Dirk Wolber rät dazu, es mit einer Vorauflaufbehandlung wie Adengo oder Iseran zu kombinieren, gefolgt von einer möglichen Nachauflaufanwendung mit Maister für eine bessere Kontrolle.

Die erweiterte Zulassung ermöglicht es Landwirten, deutlich größere Flächen als bisher zu behandeln. Mit nun 3.500 kg – gegenüber 1.050 kg im Jahr 2025 – soll die Maßnahme die Auswirkungen des Unkrauts auf wichtige Kulturen eindämmen. Dennoch bleibt die Einhaltung der Anwendungsrichtlinien entscheidend, um Wirksamkeit und Regelkonformität zu gewährleisten.

Quelle