16 March 2026, 00:39

Osnabrücker Uni revolutioniert Messen mit nachhaltigen Kreislaufmodellen

Eine große Gruppe von Menschen versammelte sich in einem Raum voller Stände, Banner, Tische, Stühle, Luftballons und einem Gebäude mit Bögen, Säulen, Geländern und einem Bildschirm im Hintergrund.

Osnabrücker Uni revolutioniert Messen mit nachhaltigen Kreislaufmodellen

Die Universität Osnabrück leitet ein neues Projekt, um die Messebranche nachhaltiger zu gestalten. Mit einer Förderung von 150.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) konzentriert sich die Initiative auf die Reduzierung von Abfall und die Förderung wiederverwendbarer Materialien. Auch Branchenpartner sind beteiligt, um die Ideen in die Praxis umzusetzen.

Der deutsche Messesektor ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Im Jahr 2025 veranstaltete das Land 304 Messen, die 190.490 Aussteller und 12,8 Millionen Besucher anzogen – ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zu vorherigen Veranstaltungen. Auch die Ausstellungsfläche erweiterte sich um 0,7 Prozent auf über 6,9 Millionen Quadratmeter. Die Prognosen für 2026 deuten auf weiteres Wachstum hin: Dann werden 320 Messen erwartet.

Trotz dieser Expansion bleibt Nachhaltigkeit eine Herausforderung. Eingefahrene Abläufe, enge Zeitpläne sowie die hohen Kosten für Lagerung und Transport wiederverwendbarer Materialien erschweren oft umweltfreundliche Praktiken. Die Universität Osnabrück will diese Probleme angehen, indem sie Kreislaufwirtschaftsmodelle für Messestände entwickelt. Das Projekt soll beweisen, dass nachhaltige Lösungen nicht nur praktikabel, sondern auch kostengünstig sein können – und damit das Vorurteil widerlegen, dass Umweltschutz immer teurer ist.

Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU, betont die möglichen Vorteile. Er beschreibt die Kreislaufwirtschaft als Win-Win-Situation für Unternehmen und Umwelt. Durch die Wiederverwendung von Materialien und die Optimierung von Ressourcen könnte das Projekt zum Vorbild für andere Branchen werden.

Im Rahmen des Vorhabens werden neue Nachhaltigkeitsansätze unter realen Bedingungen getestet. Bei Erfolg könnte es die Abläufe auf Messen grundlegend verändern – mit weniger Abfall und geringeren Kosten. Die Ergebnisse könnten zudem weitere Wirtschaftszweige ermutigen, ähnliche Kreislaufwirtschaftsmodelle zu übernehmen.

AKTUALISIERUNG

Universit├Ąt Osnabrück enth├╝llt Schl├╝sseldetails zur Messe-Nachhaltigkeitsinitiative

Das Nachhaltigkeitsprojekt der Universit├Ąt Osnabrück hat neue Details bekanntgegeben. Prof. Dr. Kim Werner und Prof. Dr. Kai-Michael Griese leiten die von der DBU gef├Ârderte Initiative, die darauf abzielt, H├╝rden f├╝r die Adoption der Kreislaufwirtschaft zu analysieren. Partner sind AUMA, TW Tagungswirtschaft, 2-B-Different und IMB: Troschke. Das Team plant, praktische Leitf├Ąden zur Reduzierung von Abfall und zur F├Ârderung wiederverwendbarer Materialien im Messe-Sektor zu entwickeln.