19 March 2026, 14:32

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimastabilen Mischwald der Zukunft umgestaltet

Ein Plakat mit einer Illustration eines grünen Baumes und der fetten Schrift 'Waldgärtnern' darüber.

Osnabrücks Natruper Holz wird zum klimastabilen Mischwald der Zukunft umgestaltet

Osnabrücks Wälder spielen eine zentrale Rolle für die Region: Sie bieten Lebensraum für Wildtiere, liefern Holz, speichern CO₂ und dienen als Naherholungsgebiet. Nun läuft im Natruper Holz ein großes Projekt an, bei dem die Stadt auf 220,1 Hektar – einer Fläche von 314 Fußballfeldern – einen widerstandsfähigeren und artenreicheren Mischwald schafft. Die Initiative wird von der Unteren Naturschutzbehörde und dem Stadtforst Osnabrück in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Osnabrück geleitet. Ziel ist ein klimastabiler Wald mit heimischen Laubbäumen als dominierender Baumschicht.

Bereits heute bestehen 88 Prozent des Natruper Holzes aus Laubbäumen. Doch nun wird der Fokus auf vier heimische Hauptbaumarten gelegt: Stiel-Eiche, Buche, Vogel-Kirsche und Ahorn. Um Platz für diese zu schaffen, werden nicht angepasste Arten wie Douglasie und Fichte schrittweise reduziert. Zudem bleiben alte Habitatbäume bis zu ihrem natürlichen Zerfall erhalten, um eine altersgemischte Struktur zu fördern – essenziell für Biodiversität und Klimaresilienz.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wassermanagement. Neue Senken, Gräben und kontrollierte Überflutungszonen sollen Feuchtigkeit speichern und die Bäume auch in Trockenphasen versorgen. Besonders die langsam wachsenden Eichen erhalten Unterstützung, da sie sonst von schneller wachsenden Buchen verdrängt werden könnten.

Die Vorbereitungen beginnen im Frühjahr mit der Baumkennzeichnung: Farbmarkierungen zeigen den Zustand der Bäume und geplante Maßnahmen an. Ab Herbst 2026 starten dann die forstwirtschaftlichen Arbeiten. Der Holzeinschlag soll der Stadt einen niedrigen fünfstelligen Erlös einbringen. Jeder Waldabschnitt wird individuell behandelt – durch gezielte Entnahmen soll ein ausgewogenes Artengefüge gefördert werden, das standortgerechte Bäume begünstigt.

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Das Projekt im Natruper Holz zielt darauf ab, einen Wald zu schaffen, der dem Klimawandel trotzt und gleichzeitig lokale Ökosysteme stärkt. Durch die Förderung heimischer Arten, verbesserte Wasserspeicherung und den Erhalt von Totholz entsteht ein zukunftsfähiger Wald – mit nachhaltigem Nutzen für kommende Generationen. Die Holzerlöse fließen zudem in die städtischen Kassen zurück.

Quelle