PETA fordert Verbot von Jagd und Angeln: Millionen Tiere sterben jährlich für Freizeitvergnügen
José MartinPETA fordert Verbot von Jagd und Angeln: Millionen Tiere sterben jährlich für Freizeitvergnügen
Jedes Jahr werden in Deutschland von Freizeitjägern über fünf Millionen Wildtiere erschossen und schätzungsweise 200.000 Katzen getötet. Auch Angler verletzen Millionen von Fischen, die durch Hakenwunden und langsames Ersticken leiden. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert nun ein Ende dieser Praktiken und bezeichnet sie als unnötig und grausam.
Die Jagd bleibt in allen deutschen Bundesländern gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz legal. Zwar gibt es Vorschriften zu Arten, Jahreszeiten und Bewirtschaftung, doch kein Bundesland hat die Jagd als Freizeitbeschäftigung verboten. PETA argumentiert, dass diese Gesetze die ethischen und ökologischen Schäden durch das Töten aus Freude nicht ausreichend berücksichtigen.
Die Natur reguliert Tierpopulationen bereits auf natürliche Weise durch Wetter, Krankheiten und Nahrungsverfügbarkeit. Die Jagd stört hingegen soziale Strukturen, erhöht das Leid der Tiere und kann in manchen Fällen sogar die Fortpflanzungsraten steigern. Peter Höffken von PETA betont, dass weder Jagd noch Angeln ökologisch notwendig oder ethisch vertretbar seien.
Fische, die in Debatten über Tierschutz oft übersehen werden, sind fühlende Wesen, die Schmerzen empfinden können. Studien zeigen, dass sie ein komplexes Sozialverhalten haben und sich sogar im Spiegel erkennen können. Beim Angeln erleiden sie schwere Verletzungen, viele sterben qualvoll an Ersticken oder Stress.
Die Organisation ruft alle, die Tiere respektieren, dazu auf, Jagd- und Angelveranstaltungen zu meiden. Ihre Kampagne fordert ein vollständiges Verbot dieser Aktivitäten in Deutschland.
PETAs Appell unterstreicht das Ausmaß des Tierleids durch Jagd und Angeln. Da es bundesweit keine Verbote gibt, sterben weiterhin Millionen von Tieren jährlich für Freizeitzwecke. Die Organisation besteht darauf, dass sich der rechtliche Schutz ändern muss, um den ethischen und ökologischen Bedenken Rechnung zu tragen.






