17 March 2026, 06:23

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schreibt Kunstgeschichte

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schreibt Kunstgeschichte

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger in der Geschichte des Preises. Seine Werke setzen sich häufig mit Kindheitserinnerungen auseinander, die vor dem düsteren Hintergrund des Krieges stehen.

Der Nasher-Preis wurde 2015 als jährliche Ehrung ins Leben gerufen, bevor er 2023 auf einen zweijährigen Turnus umgestellt wurde. Frühere Preisträger kamen aus aller Welt und festigten so seinen Ruf als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für zeitgenössische Skulptur.

Halilajs Kunst schöpft tief aus seinen Erfahrungen als Heranwachsender im Kosovo während des Konflikts der 1990er-Jahre. Als er erst 13 Jahre alt war, brannten serbische Truppen das Haus seiner Familie nieder – ein Trauma, das später seine künstlerische Vision prägte. Seine Werke kontrastieren oft die Verspieltheit der Jugend mit den brutalen Realitäten des Krieges.

Es ist nicht sein erster Bezug zum Nasher-Preis: 2015 erhielt er eine kleinere Auszeichnung und spendete 100.000 Euro zur Förderung des kulturellen Sektors im Kosovo. Nun plant er, das Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar in die Hajde! Foundation zu investieren, eine Kunstorganisation in seiner Heimatstadt.

Die Stiftung restauriert derzeit das Haus der Kultur, ein seit langem verlassenes Kunstzentrum. Die Wiedereröffnung ist für 2027 geplant; der Ort soll Künstler aller ethnischen Hintergründe willkommen heißen. Halilajs Beitrag wird helfen, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Nasher-Preis 2027 wird der Kunstszene im Kosovo wichtige Unterstützung zukommen lassen. Halilajs Spende fließt in die Sanierung des Hauses der Kultur und sichert so einen kreativen Begegnungsort für kommende Generationen. Seine Arbeit verbindet persönliche Geschichte mit dem größeren Bestreben, Wiederaufbau und Einheit zu fördern.

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