Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
José MartinProteste gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy in Halle
Am Samstag fand vor dem Hauptbahnhof von Halle eine Protestkundgebung gegen die Gladiator Fight Academy statt. Die Demonstranten warfen der Kampfsportschule vor, als Treffpunkt für rechtsextreme Gruppen zu dienen, und forderten ihre Schließung. Mit Sprechchören wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ brachten die Teilnehmer ihre Besorgnis zum Ausdruck.
Im Mittelpunkt der Kritik standen die mutmaßlichen Verbindungen des Gyms zu extremistischen Netzwerken. Die Veranstalter sprachen von etwa 300 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl der Demonstranten auf rund 170 schätzte. Die Kundgebung fiel zeitlich mit der Premiere der Gladiator Fight Series im nahegelegenen Teutschenthal zusammen, wo sich ein rechtsextrem geprägtes Publikum versammelte.
An der Veranstaltung nahmen auch AfD-Kandidaten und -Mitglieder teil, was die Vermutungen über die politische Ausrichtung der Kampfsportschule weiter schürte. Zu den zentralen Figuren mit Bezug zur Akademie zählt Theo Weiland, ein bekannter Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe. Ebenfalls involviert ist Christopher Henze, der angeblich Kontakte zur rechtsextremen Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig pflegt, sowie Hans Krüger, ein Jugendtrainer und Anhänger von Energie Cottbus.
Die Betreiber des Gyms betonen, die Einrichtung stehe Menschen aller Hintergründe offen. Kritiker werfen ihr jedoch vor, Gewalt und Diskriminierung zu dulden und damit ihren Ruf als Rekrutierungsort für Rechtsextreme zu festigen.
Die Proteste spiegeln die anhaltenden Spannungen um die Aktivitäten der Kampfsportschule und ihre mutmaßlichen Extremismus-Verbindungen wider. Die Forderungen nach einer Schließung zeigen die wachsende Sorge über rechtsextreme Einflüsse in der lokalen Gemeinschaft. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die bei der Demonstration vorgebrachten Anforderungen reagiert.






