05 April 2026, 08:21

Rammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Konzert – doch der Club bleibt standhaft

Eine Gruppe von Menschen marschiert nachts in Berlin, mit Protestschildern, Bäumen, Gebäuden und Fahrrädern im Hintergrund.

Rammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Konzert – doch der Club bleibt standhaft

Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle hat heftige Kritik ausgelöst. Eine E-Mail einer lokalen Aktivistengruppe forderte die Absage der Veranstaltung – mit aggressiver Wortwahl und Drohungen. Der Veranstaltungsort, das Tante Manfred, weigert sich jedoch, nachzugeben, und besteht darauf, dass das Konzert wie geplant stattfinden wird.

Der Streit begann, als das Aktionsbündnis Antifaschistische und Feministische Aktion Halle/Saale eine scharf formulierte E-Mail an das Tante Manfred schickte. Darin wirft die Gruppe Rammstein und Frontmann Till Lindemann "sexualisierte Machtinszenierungen" und "kalkulierten Tabubruch" vor. Die Nachricht enthielt zudem radikale Parolen wie "TÖTET TILL!" und warnte den Club vor unbestimmten Konsequenzen, sollte das für den 2. Mai 2026 geplante Konzert stattfinden.

Matthias Golinski, Betreiber des Tante Manfred, reagierte mit einer klaren Haltung: Der Club stehe zur künstlerischen Freiheit. Das Konzert werde stattfinden, solange sich die Band im rechtlichen Rahmen bewege. Die Richtlinien des Veranstaltungsorts erlaubten Auftritte stets dann, wenn sie gesetzeskonform seien.

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Der Druck auf den Club geht über die E-Mail hinaus: Die Leitung des Tante Manfred wurde aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen, in der sie bisher Veranstaltungen beworben hatte. Dennoch betont Golinski, dass der Club sich weder von Drohungen noch von Forderungen nach einer Absage einschüchtern lasse.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass die Aktivistengruppe zuvor gegen kulturelle Veranstaltungen in Halle protestiert hätte. Ihr plötzliches Eingreifen in diesem Fall überrascht viele in der lokalen Szene.

Das Konzert bleibt für den 2. Mai 2026 terminiert, und das Tante Manfred hält an seiner Position fest. Der Konflikt verdeutlicht die Spannung zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischen Forderungen. Vorerst wird die Veranstaltung wie geplant stattfinden – es sei denn, rechtliche oder sicherheitsrelevante Bedenken ergeben sich.

Quelle