Regio Pass: Drei Zeitungen testen gemeinsames Digital-Abo für lokale Inhalte
José MartinRegio Pass: Drei Zeitungen testen gemeinsames Digital-Abo für lokale Inhalte
Drei Regionalzeitungen starten "Regio Pass" – ein neues digitales Abo-Bündel
Drei Regionalzeitungen haben mit dem Regio Pass ein neues digitales Abo-Modell eingeführt. Im Rahmen des Pilotprojekts können Leserinnen und Leser mit einem einzigen Abo auf Inhalte mehrerer Publikationen zugreifen. Besonders profitieren dürften Fans lokaler Fußballvereine und Kulturinteressierte, die von der erweiterten Berichterstattung profitieren.
Der Regio Pass vereint die Badischen Neuesten Nachrichten, den Mannheimer Morgen und die Badische Zeitung unter einem gemeinsamen digitalen Angebot. Abonnenten können nun etwa über den SC Freiburg lesen, selbst wenn sie sonst Waldhof Mannheim oder den KSC verfolgen. Auch die Kulturberichte werden ausgeweitet – Leser aus Freiburg oder Mannheim erhalten etwa Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden.
Das Projekt läuft zunächst als zeitlich befristeter Test, um das Interesse der Leserschaft zu prüfen. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, sieht darin eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden Abonnements. Die technische Umsetzung übernimmt die Contentpass GmbH aus Kleinmachnow, die für eine reibungslose Integration über verschiedene Plattformen sorgt.
Die Initiative reiht sich ein in andere Experimente mit Abo-Bündeln, wie etwa das "Alles plus"-Bündnis von Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), hofft, dass sich das Modell weiterentwickelt und die Medienbranche insgesamt stärkt. Bisher haben jedoch keine weiteren deutschen Verlage ähnliche regionale Kooperationen angekündigt.
Der Regio Pass bietet Lesern eine neue Möglichkeit, vielfältige lokale Inhalte mit einem einzigen Abo zu nutzen. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen, könnte das Modell bundesweit Schule machen. Die drei beteiligten Zeitungen werden die Auswirkungen evaluieren, bevor sie über die nächsten Schritte entscheiden.






