13 April 2026, 12:24

Revolution im Bau: Carbonbeton soll Stahl ersetzen und Emissionen halbieren

Betonschlange mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Revolution im Bau: Carbonbeton soll Stahl ersetzen und Emissionen halbieren

Ein neues Projekt will die Baubranche revolutionieren, indem es statt herkömmlichem stahlbewehrtem Beton karbonfaserverstärkten Beton einsetzt. Die Innovation verspricht schlankere, leichtere und langlebigere Konstruktionen bei gleichzeitig bis zu 80 Prozent geringerer Ressourcennutzung. Offiziell gestartet wurde die Initiative im CUBE-Gebäude der TU Dresden; sie wird mit 14 Millionen Euro vom Bund gefördert.

Geleitet wird das Vorhaben vom Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden. In den kommenden vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und getestet werden. Ziel ist es, über die Forschung hinauszukommen und im Rahmen der C-Factory-Initiative eine großindustrielle Produktion zu etablieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Derzeit verursachen Bau, Sanierung und Gebäudebetrieb 40 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands. Durch den Ersatz von Stahl durch Kohlenstofffasern hofft das Team, Materialverschwendung und Emissionen drastisch zu reduzieren. Das Projekt läuft bis Ende 2029 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz begleitet.

Der Umstieg auf karbonfaserverstärkten Beton könnte die Art und Weise, wie Gebäude entworfen und gebaut werden, grundlegend verändern. Mit der geplanten Pilotanlage in Leipzig könnte die Technologie bald in die breite industrielle Anwendung gehen. Die Investition von 14 Millionen Euro unterstreicht das Potenzial, Kosten, Emissionen und Materialbedarf im Bausektor deutlich zu senken.

Quelle