Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffsbau effizienter und fehlerfreier machen
José MartinRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffsbau effizienter und fehlerfreier machen
Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für die Schiffsbauindustrie. Im Mittelpunkt des Projekts stehen dicke Metallplatten – Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und Fehlerquoten zu verringern. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist die Erstellung eines digitalen Zwillings, der die Schweißnahtqualität in Echtzeit überwachen und sicherstellen soll.
Das Team arbeitet an einem Mehrstrahl-Laserschweißprozess, der für Platten mit einer Dicke von bis zu 30 Millimetern ausgelegt ist. Durch präzise geformte Laserstrahlen sollen Heißrisse vermieden und die Anzahl der benötigten Schweißlagen reduziert werden. Dies könnte nicht nur die Produktionszeit verkürzen, sondern auch den Verbrauch an Zusatzwerkstoffen verringern.
Parallel zum Schweißverfahren entwickelt das LZH ein integriertes Qualitätssicherungssystem auf Basis des digitalen Zwillings. Das System erfasst Daten verschiedener Sensoren, um jede Schweißnaht automatisch als "akzeptabel" oder "fehlerhaft" zu klassifizieren. Jeder Schritt des Prozesses wird dokumentiert, was die Rückverfolgbarkeit erleichtert und manuelle Kontrollen überflüssig macht.
Ziel ist es, die Fehlerrate zu senken und die Produktion zu optimieren. Der digitale Zwilling liefert dabei durchgehend Aufzeichnungen, um eine gleichbleibende Qualität ohne zusätzliche Prüfungen zu gewährleisten.
Das neue Schweißverfahren in Kombination mit dem digitalen Zwilling soll den Schiffsbau effizienter gestalten. Durch weniger Fehler und kürzere Kontrollzeiten könnte die Technologie die Kosten senken und die Zuverlässigkeit erhöhen. Die Arbeit des LZH könnte damit einen neuen Standard für das Schweißen dicker Metallplatten in der Branche setzen.






