15 April 2026, 14:27

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Leichter Rückgang trotz Dienstleistungsboom

Alte Landkarte des britischen Empire im 19. Jahrhundert, die das Königreich Sachsen-Anhalt mit gedrucktem Text auf altem Papier zeigt.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft 2025: Leichter Rückgang trotz Dienstleistungsboom

Sachsen-Anhalts Wirtschaft stand 2025 vor Herausforderungen und verzeichnete einen leichten Rückgang der Gesamtleistung. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes sank um 0,2 % und lag damit sowohl unter dem Bundesdurchschnitt als auch hinter dem Wachstum der übrigen ostdeutschen Region.

Das nominale BIP stieg zwar auf 81,8 Milliarden Euro – ein Plus von 2,8 % gegenüber 2024 –, doch inflationsbereinigt schrumpfte die Wirtschaft um 0,2 %. Damit blieb Sachsen-Anhalt hinter dem deutschen Durchschnittswachstum von 0,2 % und dem Anstieg von 0,1 % in Ostdeutschland (ohne Berlin) zurück.

Besonders schwer hatte es der verarbeitende Sektor: Die Produktion ging real um 2,7 % zurück. Betroffen waren vor allem Teilbranchen wie Automobilzulieferer, die chemische Industrie, die Metallverarbeitung sowie die Herstellung von Kunststoff- und Gummiwaren. Die verarbeitende Industrie insgesamt schrumpfte um 1,8 %.

Nicht alle Bereiche entwickelten sich jedoch rückläufig. Der Dienstleistungssektor wuchs real um 0,9 % und übertraf damit den Bundesdurchschnitt von 0,6 %. Auch Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei schnitten besser ab und legten um 0,8 % zu – gegenüber 0,5 % im gesamtdeutschen Vergleich.

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Bei der Produktivität gab es leichte Fortschritte: Die Arbeitsproduktivität stieg um 0,4 % und lag damit knapp über dem bundesweiten Anstieg von 0,3 %. Das BIP pro Beschäftigtem erreichte in aktuellen Preisen 83.100 Euro, was einem Plus von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Wirtschaft Sachsen-Anhalts präsentierte sich 2025 somit mit gemischten Signalen. Während das verarbeitende Gewerbe und die Industrie Rückschläge hinnehmen mussten, zeigten Dienstleistungen und Landwirtschaft eine robustere Entwicklung. Die Steigerung der Produktivität und das nominale BIP-Wachstum boten dabei einige Lichtblicke in einem ansonsten schwachen wirtschaftlichen Umfeld.

Quelle