10 March 2026, 12:23

Salzgitter revolutioniert Stahlproduktion mit CO₂-sparendem Mega-Pfahl-System

Eine Baustelle mit einem großen Haufen roter Rohre auf dem Boden, umgeben von Eisenstangen, Steinen und anderen Gegenständen, mit Fahrzeugen, hölzernen Gegenständen und einer Wand im Hintergrund.

Salzgitter revolutioniert Stahlproduktion mit CO₂-sparendem Mega-Pfahl-System

Die Salzgitter Flachstahl GmbH errichtet im Rahmen ihres SALCOS-Programms einen Lichtbogenofen. Das Projekt umfasst ein Tiefgründungs-System, das Emissionen reduziert und Ressourcen schont. Durch innovative Bauverfahren konnten die Ingenieure den CO₂-Ausstoß um über 2.700 Tonnen verringern.

Ursprünglich waren 84 Großbohrpfähle mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern vorgesehen. Stattdessen setzte das Team auf 110 Mega-Pfähle mit jeweils 71 Zentimetern Breite. Allein diese Umstellung sparte 71 Prozent Beton ein und reduzierte die CO₂-Emissionen um 441 Tonnen – ein Rückgang um 58 Prozent in dieser Projektphase.

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Weitere Optimierungen umfassten den Ersatz der Unterwasserbeton-Sohle durch ein weiches Gelfundament. Zudem kam statt des üblichen CEM-I-Zements ein klinkerarmer CEM-III/B-Zement für die Pfähle und Schlitzwände zum Einsatz. Diese Maßnahmen trugen zu einer Gesamt-CO₂-Reduktion von rund 2.740 Tonnen bei.

Die Baugrube für die Handhabungshalle reicht 13 Meter in die Tiefe und wird durch Schlitzwandtechnik gesichert. Die Wände und Barretten sind als dauerhafte Tiefgründung konzipiert. Bis März 2026 hat kein anderer Standort der Salzgitter AG vergleichbare nachhaltige Gründungslösungen übernommen – SALCOS bleibt damit das einzige Beispiel.

Das Mega-Pfahl-System und die Materialanpassungen setzen neue Maßstäbe für emissionsarmes Bauen im Projekt. Die optimierte Gründung verringert nicht nur die Umweltbelastung, sondern garantiert auch langfristige Standfestigkeit. Salzgitters Ansatz zeigt, wie industrieller Hochbau Ressourcen schonen kann, ohne an Leistung einzubüßen.

Quelle