19 March 2026, 12:26

Satirischer "veganer Zoo" in Stuttgart entpuppt sich als Fake – doch die Debatte bleibt

Plakat wirbt für einen Zoo in München, Deutschland, mit Bildern eines Leoparden und einer Katze und Textinformationen über den Zoo.

Satirischer "veganer Zoo" in Stuttgart entpuppt sich als Fake – doch die Debatte bleibt

Ein sogenannter "veganer Zoo" in Stuttgart sorgte kürzlich für Schlagzeilen und löste Neugier wie auch Debatten aus. Doch wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um eine satirische Erfindung des deutschen Satireportals Der Postillon. Einen solchen Zoo gibt es nicht – und keine andere Nachrichtenseite berichtete über das fiktive Konzept.

Der gefälschte Artikel beschrieb einen Zoo ohne Tiere, in dem stattdessen Gehege für Pflanzen wie Bananen oder Tofu zu sehen seien. Die Satire zielte darauf ab, die Idee eines veganen Zoos auf die Schippe zu nehmen, rückte aber gleichzeitig die Tierschutzdebatte in herkömmlichen zoologischen Gärten ins Bewusstsein.

Trotz der Satire bleibt der vegane Lebensstil in Deutschland auf dem Vormarsch. 2024 erreichte die Produktion von Fleischersatzprodukten 126.500 Tonnen – obwohl sich bundesweit nur etwa 1,5 Millionen Menschen als Veganer:innen bezeichnen.

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Gleichzeitig genießen traditionelle Zoos weiterhin breite Unterstützung. Eine von der Vereinigung Deutscher Zoologischer Gärten (VdZ) in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage ergab, dass über 80 Prozent der Deutschen Zoos als wichtige Einrichtungen für Bildung und Freizeit ansehen. Pläne, in bestehenden Zoos echte Tiere durch pflanzliche Exponate zu ersetzen, gibt es nicht.

Die satirische Geschichte vom "veganen Zoo" lenkte den Blick auf die anhaltenden Diskussionen über Tierethik und Ernährungstrends. Doch traditionelle Zoos werden vorerst wie gewohnt weiterbetrieben – ein Umstieg auf rein pflanzliche Ausstellungen ist nicht in Sicht. Die Episode dient als Mahnung, ungewöhnliche Behauptungen vor der unkritischen Übernahme zu überprüfen.

Quelle