14 March 2026, 18:28

Schiedsrichter-Chaos beim 1:1 zwischen Leverkusen und Bayern – wer wurde hier unfair behandelt?

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Schiedsrichters, der mit einem Mann auf dem Feld spricht und von einer Gruppe Menschen umgeben ist, mit einem Zaun, einer Fahne und Bäumen im Hintergrund.

"Im Leben keine Schwalbe": Bayern ärgerlich nach Roter Karte für Diaz - Schiedsrichter-Chaos beim 1:1 zwischen Leverkusen und Bayern – wer wurde hier unfair behandelt?

Bayer Leverkusen und der FC Bayern München trennten sich mit einem 1:1-Unentschieden, doch das Spiel wurde von umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen überschattet. Beide Mannschaften verließen frustriert den Platz, nachdem zentrale Szenen – darunter zwei nicht gegebene Tore für Leverkusen und eine umstrittene Rote Karte für Bayerns Luis Díaz – für Aufregung sorgten.

Die Verwirrung beschränkte sich nicht auf das Spielfeld: Trainer, Spieler und sogar der Schiedsrichter räumten später Fehler in entscheidenden Momenten ein.

Der erste große Streitpunkt ereignete sich in der 26. Minute, als Leverkusens Jonathan Tah glaubte, das 1:0 erzielt zu haben. Doch das Tor wurde aberkannt, was Trainer Vincent Kompany sichtbar verärgert zurückließ. Später, in der 61. Minute, wurde auch Harry Kanes Treffer nach einer Ballberührung mit dem Arm beim Blocken einer Abwehraktion von Leverkusens Janis Blaswich nicht gewertet. Bayerns Torhüter Sven Ulreich kritisierte die Rolle des Videoschiedsrichters (VAR) bei der Aufhebung des Treffers und steigerte damit die allgemeine Frustration.

Bayerns Luis Díaz sah dann in der 84. Minute nach einer zweiten Gelben Karte die Rote. Die Strafe folgte auf eine leichte Kollision mit Blaswich im Strafraum, bei der Díaz zwar leicht gestolpert, aber sofort wieder aufgestanden war, ohne zu protestieren. Schiedsrichter Christian Dingert gab später zu, dass die Entscheidung falsch gewesen sei. Kompany, Tah und die Bayern-Spieler zeigten sich gleichermaßen ratlos – niemand verstand, warum Díaz bestraft worden war.

Zuvor im Spiel hatte Bayern keinen Widerspruch eingelegt, als Nicolas Jackson in der 42. Minute des Feldes verwiesen wurde. Doch die Verwirrung um Díaz' Platzverweis und die nicht gegebene Tore ließen beide Teams an der Leistung der Unparteiischen zweifeln.

Es war nicht das erste Mal, dass Dingerts VAR-Entscheidungen für Aufsehen sorgten. Schon früher in der Saison hatte seine Weigerung, Borussia Dortmund in der Nachspielzeit eines 1:2 gegen RB Leipzig einen Elfmeter zu geben, Empörung bei BVB-Trainer Niko Kovač und Abwehrspieler Waldemar Anton ausgelöst. Sie sprachen von einem klaren Fehler, der den Titelkampf hätte beeinflussen können. Dennoch folgten daraus keine langfristigen Änderungen in den VAR-Praktiken der Bundesliga.

Am Ende fühlten sich sowohl Leverkusen als auch Bayern ungerecht behandelt. Dingerts Eingeständnis, bei Díaz' Roter Karte geirrt zu haben, milderte die Spannungen kaum. Gleichzeitig verstärkten die aberkannten Tore Leverkusens Gefühl der Benachteiligung – beide Mannschaften blieben mit dem Gedanken zurück, was hätte sein können.

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