19 April 2026, 20:22

Schnieder lehnt 9-Euro-Ticket und Tempolimit strikt ab – Deutschlandticket bleibt Lösung

Altes deutsches Ticket mit einem Mannsbild, mit gedrucktem Text einschließlich Datum und Uhrzeitangaben.

Schnieder lehnt 9-Euro-Ticket und Tempolimit strikt ab – Deutschlandticket bleibt Lösung

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen nach einer Rückkehr zum 9-Euro-Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr entschieden zurückgewiesen. Auch Vorschläge für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sowie eine Deckelung der Spritpreise nach luxemburgischem Vorbild lehnte er ab. Seine Äußerungen fielen zeitlich mit der Bestätigung der Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030 zusammen.

Schnieder betonte, dass das aktuelle Deutschlandticket zum Preis von 63 Euro deutlich günstiger sei als herkömmliche Monatskarten. Als besonderen Vorteil hob er die bundesweite Gültigkeit hervor. Der Minister rief Pendler auf, auf das Ticket umzusteigen, und bezeichnete es als praktikable Lösung unter den gegebenen Umständen.

Bei den Spritpreisen kritisierte Schnieder das in Luxemburg praktizierte System fester Preise. Dies sei ein übermäßiger Eingriff in den Markt, der den Wettbewerb verzerre, so der Minister. Seine Haltung steht damit im direkten Widerspruch zu einem Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil, der eine ähnliche Preisobergrenze für Deutschland ins Spiel gebracht hatte.

Zum Thema Tempolimit auf Autobahnen beharrte Schnieder darauf, dass freiwilliges Langsamerfahren den Autofahrern bereits finanzielle Vorteile bringe. Wer vom Gas gehe, spare Geld – ohne dass es dafür verbindliche Vorgaben brauche.

Mit seiner Position bleibt das Deutschlandticket vorerst die zentrale günstige Reiseoption. Die Finanzierung des Modells ist bis 2030 gesichert, sodass seine Fortführung gewährleistet ist. Die Ablehnung von Spritpreisdeckeln und Tempolimits bedeutet zugleich, dass die aktuelle Verkehrspolitik unverändert bleibt.

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