Siemens plant radikale Umstrukturierung zu einem schlankeren Technologiekonzern
Nada BlochSiemens plant radikale Umstrukturierung zu einem schlankeren Technologiekonzern
Siemens plant tiefgreifende Veränderungen in seiner Unternehmensstruktur im Rahmen der langjährigen Strategie "Ein Technologieunternehmen". Im Zuge dieser Umstrukturierung könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure aufgelöst werden. Das Ziel der Neuausrichtung ist es, den Konzern von einem breiten Mischkonzern zu einer fokussierteren Technologiegruppe umzuformen.
Vor etwa eineinhalb Jahren hatte Vorstandschef Roland Busch den Ansatz "Ein Technologieunternehmen" erstmals vorgestellt. Nun deuten Berichte darauf hin, dass Siemens seine bestehenden Divisionen aufbrechen könnte, um die Abläufe zu straffen. Statt eigenständiger Einheiten würden Bereiche wie Prozessautomatisierung und Energiemanagement künftig direkt der Konzernführung unterstellt.
Aktuell leitet Matthias Rebellius die Sparte Smart Infrastructure, während Cedrik Neike für Digital Industries verantwortlich ist. Das Unternehmen hat keine Details bestätigt, rechnet jedoch mit Anpassungen in Vertrieb, Einkauf und Entwicklung. Unmittelbare Stellenstreichungen sind zwar nicht geplant, doch interne Prozesse dürften sich voraussichtlich ändern.
Siemens wollte sich nicht zu einem Bericht der "Handelsblatt" über die mögliche Umstrukturierung äußern. Im Mittelpunkt stehe die Schaffung eines integrierteren und effizienteren Technologieunternehmens. Die Neuordnung würde einen bedeutenden Schritt in Siemens' Bestrebungen hin zu einem einheitlichen Technologiemodell darstellen. Schlüsselsparten könnten verschwinden, während ihre Funktionen in eine zentralisierte Struktur überführt werden. Das Unternehmen betont, dass vorerst keine Entlassungen zu erwarten seien.






