10 March 2026, 16:21

Skandal um VfL Osnabrück: Arbeitsgericht vertagt Fall um Spielmanipulation

Zwei Männer beim Handballspielen auf einem Platz, einer hält den Ball, mit einer Tafel im Hintergrund, auf der "Paris Saint-Germain vs Paris Saint Germain" steht.

Keine Entscheidung im Streit zwischen VfL Osnabrück und Antwerpen - Skandal um VfL Osnabrück: Arbeitsgericht vertagt Fall um Spielmanipulation

Der Rechtsstreit zwischen dem VfL Osnabrück und seinem ehemaligen Trainerstab bleibt weiterhin ungelöst, nachdem das Arbeitsgericht den Fall in dieser Woche vertagt hat. Der Verein hatte Cheftrainer Marco Antwerpen und Co-Trainer Frank Döpper im Mai des vergangenen Jahres nach Vorwürfen der Spielmanipulation fristlos entlassen. Eine neue Verhandlung ist nun für den 30. März um 14:00 Uhr angesetzt, um das Verfahren fortzusetzen.

Der Skandal nahm seinen Anfang nach der 1:2-Niederlage Osnabrücks im NFV-Pokalfinale am 24. Mai 2025. Der Verein warf Antwerpen und Döpper vor, versucht zu haben, das Spiel zu beeinflussen, woraufhin beide drei Tage später umgehend entlassen wurden. Als Reaktion verhängte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Sperren: Antwerpen erhielt ein einjähriges Berufsverbot, Döpper eine dreimonatige Sperre.

Am 26. November milderte das DFB-Bundesgericht die Strafe für Antwerpen auf drei Monate und sprach Döpper vollständig frei. Dennoch lief das arbeitsgerichtliche Verfahren weiter, wobei die Aussage des Spielers Tim Schütte im Mittelpunkt stand. Dieser bestritt zwar jede Schuld, bestätigte aber, dass Antwerpen ihn zweimal gebeten habe, Kontakt zu Bernd Riesselmann aufzunehmen – einem Spieler, dessen Leistungen sich seitdem bei Osnabrück deutlich verbessert haben.

Riesselmann, der im Sommer 2024 zum Verein zurückkehrte, zeigte eine bemerkenswerte Leistungssteigerung. In der Saison 2024/25 erzielte er in 25 Regionalliga-Spielen fünf Tore und bereitete drei vor – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zu seinen zwei Toren in 18 Spielen für BW Lohne in der Vorsaison. Auch defensiv steigerte er sich: Die Anzahl gewonnener Zweikämpfe pro Spiel stieg von 1,2 auf 1,8 und trug so zum Aufstiegskampf Osnabrücks im März 2026 bei.

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Die Vertagung durch das Arbeitsgericht lässt den Fall vorerst ungeklärt. Beide Seiten werden am 30. März erneut vor Gericht erscheinen, um weitere Argumente vorzubringen. Bis dahin bleiben die Vorwürfe und ihre Auswirkungen auf das ehemalige Trainerteam sowie die aktuelle Mannschaft des Vereins Gegenstand genauer Prüfung.

Quelle