22 April 2026, 06:40

Solinger Stadtrat lehnt sichere Schulhöfe durch moderne Beleuchtung ab

Bus-Haltestelle bei Nacht mit Deckenbeleuchtung, Fahrzeuge auf der Straße, Beschilderung, einige Menschen und beleuchtete Gebäude im Hintergrund.

Solinger Stadtrat lehnt sichere Schulhöfe durch moderne Beleuchtung ab

Ein Vorschlag zur Verbesserung der Sicherheit auf Solinger Schulhöfen durch moderne Beleuchtung ist vom Stadtrat abgelehnt worden. Das Bündnis für Solingen (BfS) hatte sich für energieeffiziente LED-Lampen, Bewegungsmelder und optional Solarpaneele eingesetzt, um schlecht beleuchtete Bereiche – sogenannte "Angsträume" – zu entschärfen. Sämtliche anderen Fraktionen – von der CDU bis zur AfD – stimmten gegen den Plan, was beim BfS auf scharfe Kritik stieß.

Das Bündnis argumentierte, dass eine bessere Ausleuchtung die Schulhöfe abends sicherer machen und gleichzeitig die Energiekosten senken würde. Ihr Antrag umfasste bedarfsgerechte Lösungen wie bewegungsaktivierte LEDs, um Nachhaltigkeit und Sicherheit in Einklang zu bringen. Die Gruppe betonte, dass dunkle Ecken Jugendliche davon abhielten, die Flächen nach Einbruch der Dunkelheit zu nutzen, und diese so zu "No-Go-Areas" werden ließen.

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Paul Bender, bildungspolitischer Sprecher des BfS, warf dem Rat vor, seine Pflicht zum Schutz von Kindern und Familien zu vernachlässigen. Er verwies auf Rückmeldungen von Jugendlichen, die sich an schlecht beleuchteten Orten unsicher fühlten, und nannte die Ablehnung ein "katastrophales Signal" an die Gemeinschaft. Das BfS präsentierte den Vorschlag zudem als Umweltschutzmaßnahme, da er unnötigen Energieverbrauch reduzieren würde.

Trotz der Niederlage will das BfS weiter für Veränderungen kämpfen. Die Gruppe kündigte an, das Thema in künftigen Ratssitzungen erneut auf die Tagesordnung zu setzen und auf "bürgerfreundliche und sinnvolle" Lösungen zu drängen, um die Schulhöfe einladender und sicherer zu gestalten.

Die einstimmige Ablehnung durch den Rat bedeutet, dass der Beleuchtungsplan des BfS vorerst vom Tisch ist. Ohne Verbesserungen bleiben die schlecht beleuchteten Schulhöfe ein Problem für Jugendliche und Familien. Die nächsten Schritte der Initiative werden zeigen, ob das Thema in der Lokalpolitik neue Aufmerksamkeit erhält.

Quelle