14 April 2026, 06:24

Spahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor

Eine Karte von Europa, die die EU-Mehrwertsteuersätze für 2014 mit Prozentangaben und Textanmerkungen zeigt.

Spahn schlägt Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vor

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Mit diesem Schritt soll die finanzielle Belastung einkommensschwacher Haushalte gemildert werden, die unter den steigenden Lebenshaltungskosten ächzen. Gleichzeitig deutete er an, dass die Reform der Mehrwertsteuer Teil eines umfassenderen wirtschaftspolitischen Pakets sein könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Spahn betonte, dass viele Geringverdiener den Großteil ihres Einkommens für grundlegende Ausgaben wie Miete und Lebensmittel aufwenden. Während Mieten bereits von der Mehrwertsteuer befreit seien, argumentierte er, dass auch der Wegfall der siebenprozentigen Steuer auf essenzielle Lebensmittel spürbare Entlastung bringen würde. Dies könnte seiner Meinung nach helfen, die Inflation abzufedern, die durch den Konflikt im Iran sowie die stark gestiegenen Öl- und Spritpreise angeheizt wird.

Der Vorschlag steht im Zusammenhang mit Diskussionen über eine mögliche Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes. Spahn räumte ein, dass wirtschaftliche Gründe für eine solche Anhebung sprächen, politisch sei ein solcher Schritt jedoch schwer durchsetzbar. Er unterstrich, dass etwaige Reformen von der Koalition sorgfältig geprüft und transparent mit der Öffentlichkeit kommuniziert würden.

Ziel sei es, wirtschaftliche Notwendigkeiten mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Durch den Wegfall der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel könnte die Regierung gezielt Haushalte entlasten, die besonders stark unter den Preisanstiegen leiden.

Die Koalition wird nun verschiedene Optionen zur Mehrwertsteuerreform prüfen, darunter auch die vollständige Steuerbefreiung für Grundnahrungsmittel. Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, wie sich wirtschaftliche Prioritäten mit Maßnahmen zur Unterstützung bedürftiger Haushalte vereinen lassen. Das Ergebnis könnte die Besteuerung essenzieller Güter in den kommenden Jahren neu gestalten.

Quelle