15 April 2026, 18:23

SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung: Rehlinger fordert gerechtere Alternativen

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und Großkonzerne noch weiter." lautet.

SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung: Rehlinger fordert gerechtere Alternativen

Die SPD bereitet sich darauf vor, ihre Reformpläne auf einer Konferenz an diesem Freitag vorzustellen. Anke Rehlinger, die saarländische Ministerpräsidentin und Parteimitglied, hat bereits deutliche Bedenken gegen eine geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer geäußert. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung erwägt, den Regelsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben.

Rehlinger lehnt die Mehrwertsteuererhöhung ab, schlägt jedoch Alternativen vor, um die Steuerlast zu verringern. Sie regt an, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent zu senken und gleichzeitig Steuern sowie Sozialabgaben auf Löhne zu reduzieren. Diese Entlastungen sollen die Auswirkungen eines höheren Regelsteuersatzes ausgleichen.

Ihre umfassenderen Steuerreformen zielen auf mehr Gerechtigkeit und höhere Staatseinnahmen ab. Rehlinger unterstützt Pläne zur Abschaffung der Zusammenveranlagung für Ehepaare – eine Maßnahme, die auch Finanzminister Lars Klingbeil vorantreibt. Zudem will sie die Einkommensteuer für 95 Prozent der Steuerzahler senken, während Spitzenverdiener und Vermögende stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Darüber hinaus setzt sie sich für eine Erhöhung der Erbschaftsteuer ein, um zusätzliche öffentliche Mittel zu generieren.

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Auf der anstehenden SPD-Konferenz werden diese Vorschläge im Detail erläutert. Rehlingers Position spiegelt einen Kurs wider, der auf progressive Steuerreformen setzt: Entlastungen für die Mehrheit der Steuerzahler sollen mit höheren Abgaben für Besserverdiener und Erbschaften einhergehen.

Die Debatte über die Mehrwertsteuer und die weiteren Steuerreformen steht nun im Mittelpunkt der SPD-Agenda. Rehlingers Vorhaben zielen darauf ab, die Belastungen für Gering- und Mittelverdiener zu verringern, während vermögendere Gruppen stärker in die Pflicht genommen werden sollen. Die Konferenz der Partei in dieser Woche wird zeigen, wie es mit diesen Plänen weitergeht.

Quelle