01 May 2026, 08:29

SPD wirft Prien Bruch des Koalitionsvertrags wegen Kürzungen bei "Demokratie leben!" vor

Alte Karte aus dem 19. Jahrhundert von Deutschland, die politische Grenzen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

SPD wirft Prien Bruch des Koalitionsvertrags wegen Kürzungen bei "Demokratie leben!" vor

Die SPD wirft Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien vor, den Koalitionsvertrag gebrochen zu haben. Streitpunkt sind geplante Kürzungen beim Programm "Demokratie leben!", das nach Ansicht der Sozialdemokraten gezielt zivilgesellschaftliche Gruppen trifft, die regierungskritisch eingestellt sind. Felix Döring, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, bezeichnete den Schritt als Angriff auf die demokratische Debattenkultur.

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Döring argumentierte, die vorgesehenen Streichungen wirkten wie eine Bestrafung von Organisationen, die sich gegen jüngste Entscheidungen der CDU/CSU-Fraktion ausgesprochen hätten. Besonders kritisierte er, dass diese Gruppen die Zusammenarbeit der Union mit der AfD bei der Gesetzesverabschiedung abgelehnt hätten. Die pauschale Abqualifizierung von Programm-Experten als "links" durch Prien nannte Döring "unbegründet und respektlos".

Er betonte zudem, dass grundlegende Änderungen am Programm "Demokratie leben!" eigentlich in den Koalitionsverhandlungen hätten verhandelt werden müssen. Stattdessen seien die Kürzungen laut SPD ohne ausreichende Abstimmung bekannt gegeben worden. Döring verteidigte zivilgesellschaftliche Kritik als selbstverständlichen Bestandteil einer lebendigen Demokratie und warnte davor, abweichende Stimmen zu delegitimieren.

Die Vorwürfe der SPD fallen in eine Phase eskalierender Spannungen um die Zukunft des Programms. Priens Ministerium hat sich bisher nicht direkt zu den Anschuldigungen geäußert, doch die Kürzungen bleiben ein Streitpunkt zwischen den Koalitionspartnern.

Der Konflikt um "Demokratie leben!" offenbart tiefere Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Koalition. Die SPD besteht darauf, dass die Kürzungen gegen die gemeinsame Vereinbarung verstoßen und kritische Stimmen zum Schweigen bringen könnten. Wie der Streit beigelegt wird, könnte sich auf die künftige Zusammenarbeit der Parteien auswirken.

Quelle