Urteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Raubüberfälle auf schwule Männer
Fatima TrubinUrteil im Frankfurter Prozess gegen homophobe Raubüberfälle auf schwule Männer
Sechs Angeklagte – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – stehen in Frankfurt (Oder) wegen schwerer Raubdelikte vor Gericht. Der Gruppe wird vorgeworfen, schwule Männer an abgelegene Orte gelockt, dort überfallen, beraubt und mit homophoben Beschimpfungen misshandelt zu haben. Weite Teile der Verhandlung fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, über gefälschte Profile in Dating-Apps ihre Opfer kontaktiert zu haben. Diese seien anschließend an einsame Orte gelockt, dort angegriffen, beraubt und mit homophoben Beleidigungen bedroht worden. Den Ermittlungen zufolge folgten die Taten stets einem ähnlichen Muster.
Bisher gibt es keine Hinweise auf ein organisiertes kriminelles Netzwerk oder politische Motive hinter den Angriffen. Der Prozess fand größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da Jugendliche beteiligt sind. Das Urteil wird jedoch in einer öffentlichen Sitzung verkündet.
Das Landgericht Frankfurt (Oder) wird am Dienstag um 9:00 Uhr sein Urteil sprechen. Damit endet ein Verfahren, das sich mit gewalttätigen Straftaten gegen schwule Männer befasst. Zwar wird die Urteilsverkündung öffentlich stattfinden, die meisten Verhandlungstage fanden jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – bedingt durch das junge Alter der Angeklagten. Mit der Entscheidung wird eine rechtliche Bewertung der Taten aller sechs Beschuldigten erwartet.






