Warkens 20-Milliarden-Sparplan im Gesundheitssystem löst heftige Kritik aus
Nikolaus FreudenbergerWarkens 20-Milliarden-Sparplan im Gesundheitssystem löst heftige Kritik aus
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat ein neues Sparpaket vorgelegt, mit dem im deutschen Gesundheitssystem 20 Milliarden Euro eingespart werden sollen. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Anstieg der Krankenkassenbeiträge zu stoppen – doch bereits jetzt gibt es scharfe Kritik. Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), bezeichnete den Entwurf als "verantwortungslos einseitig zu Lasten der Versicherten".
Warkens Gesetzentwurf sieht flächendeckende Einsparmaßnahmen vor, darunter Kürzungen beim Krankengeld für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das Kabinett soll nächste Woche Mittwoch über den Vorschlag abstimmen, während die Verhandlungen über mögliche Änderungen noch laufen.
Fahimi verurteilte die geplanten Kürzungen und warnte, diese würden Patienten zwingen, höhere Zuzahlungen zu leisten. Sie argumentierte, die Reformen würden ein zentrales Prinzip des deutschen Gesundheitssystems brechen: den gleichberechtigten Zugang unabhängig vom Einkommen. Statt diejenigen zu belasten, die ohnehin schon finanziell kämpften, forderte sie die Bundesregierung auf, ein solidarisch finanziertes Modell einzuführen.
Die DGB-Chefin betonte zudem, dass die geplanten Änderungen vor allem Beschäftigte hart treffen würden. Sie verlangte, die Kürzungen zu verwerfen, und plädierte für eine gerechtere Finanzierung des Gesundheitssystems.
Mit dem Regierungsplan soll die Stabilisierung der Versicherungsbeiträge durch Einsparungen von 20 Milliarden Euro im Gesundheitsbereich erreicht werden. Falls der Entwurf verabschiedet wird, würden Leistungen gekürzt und die Eigenbeteiligung vieler Patientinnen und Patienten steigen. Die Kabinettsentscheidung nächste Woche wird zeigen, ob der Entwurf unverändert vorangebracht oder überarbeitet wird.






