02 May 2026, 12:25

Wie 32 Kinder mit Förderbedarf durch Musiktheater Selbstvertrauen fanden

Gemälde mit dem Titel "Die Musikstunde" von Gustave Courbet, 1872, das Kinder bei der Musikinstrumenten playing in a room with a seated woman on a bench, scattered threads on the floor, and background details including a wall, window, curtain, and flower vase.

Wie 32 Kinder mit Förderbedarf durch Musiktheater Selbstvertrauen fanden

Ein einzigartiges Musiktheaterprojekt bringt 32 Kinder mit besonderem Förderbedarf zusammen

In einem außergewöhnlichen Musiktheaterprojekt haben 32 Kinder aus ländlichen Schulen mit besonderem Förderbedarf gemeinsam an einer Produktion gearbeitet. Während einer intensiven Woche im Schloss Rheinsberg entstand „Könige und Königinnen – Ein musikalischer Staatsstreich“, eine Aufführung, die düstere Fantasie, Komik und Lebensfreude verbindet. Das Projekt ist Teil der Initiative „Musiktheater 360°“ und soll den Schülerinnen und Schülern Selbstvertrauen und eine kreative Stimme verleihen.

Die Idee stammte vom Ensemble Quillo, einer Gruppe von Musikern aus Falkenhagen, die seit über 20 Jahren zeitgenössische Musik in ländliche Regionen tragen. Ihr Ansatz setzt auf Zugänglichkeit – oft wird das Publikum von Anfang an in die Aufführung einbezogen.

Die Show beginnt mit einer traumhaften Szene, in der ein entenartiges Wesen ein Mädchen jagt und verschlingt. Die Stimmung wechselt dann ins Komische: Ein Nachrichtensprecher namens Ente Kross fordert Zeugen auf, eine Nummer mit den Endziffern 6 und 7 anzurufen. Später betreten Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren die Bühne und erzeugen mit selbst bemalten Stäben, gefüllt mit Kieselsteinen, ein Geräusch wie fallender Regen.

Der Höhepunkt der Aufführung ist ein großes Finale, bei dem die jungen Darsteller über die Bühne tanzen – ihre Gesichter strahlen vor Freude. Lehrkräfte, die am Projekt beteiligt waren, berichteten, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler in einem ganz neuen Licht gesehen hätten. Für die Kinder war es eine Chance zu begreifen, dass sie nicht „falsch“ sind – nur anders – und dass ihre Ideen und Regeln zählen.

Die Akademie Musik Rheinsberg leitete die Probenwoche und begleitete die Jugendlichen durch Musik, Bewegung und Erzählkunst. Die partizipative Natur zeitgenössischer Musik spielte dabei eine zentrale Rolle: Die Kinder konnten Teile der Aufführung selbst gestalten.

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Das Projekt gab den Schülerinnen und Schülern eine Plattform, um sich kreativ auszudrücken, und brach die Grenzen zwischen Darstellern und Publikum auf. Lehrkräfte beobachteten neues Selbstbewusstsein bei ihren Schützlingen, die lernten, eigene Regeln aufzustellen und Verantwortung für ihre Rollen zu übernehmen. Die Abschlussaufführung war nicht nur ein künstlerischer Erfolg, sondern auch ein wichtiger Schritt für inklusive Bildung.

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