18 April 2026, 22:21

Winterraps in UK: Gute Entwicklung, aber Schädlinge drohen die Ernte zu gefährden

Offenes Buch mit dem Titel "Die Naturgeschichte der Pflanzen und Insekten" zeigt eine detaillierte Illustration eines Käfers, umgeben von einer Pflanze mit grünen Blättern und einer rosafarbenen Blume.

Winterraps in UK: Gute Entwicklung, aber Schädlinge drohen die Ernte zu gefährden

Winterraps entwickelt sich im gesamten UK gut – jetzt gilt es, Schädlinge im Blick zu behalten

Die diesjährigen Winterrapsbestände zeigen im britischen Frühling eine gute Entwicklung. Da die Pflanzen nun in die Streckungsphase eintreten und die Hauptblütenstände sichtbar werden (BBCH 32/51), müssen Landwirte besonders auf Schädlingsbefall achten. Der Rapsglanzkäfer stellt dabei ein erhebliches Risiko dar – hier ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme entscheidend, bevor Maßnahmen ergriffen werden.

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Eine Behandlung gegen den Rapsglanzkäfer lohnt sich wirtschaftlich nur, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe festgestellt werden. Landwirte sollten die Felder gründlich kontrollieren, dabei nicht nur die Ränder oder auffällige Pflanzen berücksichtigen, sondern systematisch entlang einer Transektlinie Proben entnehmen. Allein die Fänge in Gelbschalen reichen nicht aus, um über eine Spritzung zu entscheiden – entscheidend ist die Anzahl der Käfer pro Knospe.

Falls sowohl Rapsstängelrüssler als auch Rapsglanzkäfer bekämpft werden müssen, kann Trebon 30 EC eingesetzt werden – allerdings erst nach Beendigung der täglichen Bienenaktivität. In späteren Entwicklungsstadien (BBCH 51–59) kommen acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri infrage, die jedoch nicht mit Netzmitteln gemischt werden dürfen, um eine Honigverunreinigung zu vermeiden. Eine bienenfreundlichere Alternative bieten Mavrik Vita oder Evure (Wirkstoff: Tau-Fluvalinat), die selbst nach BBCH 59 noch zugelassen sind.

In vielen Fällen kann auf Insektizide sogar vollständig verzichtet werden – das spart Kosten und schont die Umwelt, ohne den Pflanzenschutz zu gefährden. Mit fortschreitender Saison müssen Erzeuger den Spagat zwischen Schädlingsbekämpfung und Bienenschutz meistern. Gezielte Feldkontrollen und bedarfsgerechte Behandlungen helfen, unnötige Spritzungen zu vermeiden. Der richtige Ansatz sichert so den Ertrag, ohne finanzielle und ökologische Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Quelle