Wolfenbüttel plant bis 2040 die erste klimaneutrale Wärmeversorgung Deutschlands
José MartinWolfenbüttel plant bis 2040 die erste klimaneutrale Wärmeversorgung Deutschlands
Wolfenbüttel treibt Pläne für eine komplett CO₂-freie Wärmeversorgung bis 2040 voran
Aktuell deckt die niedersächsische Stadt 94 Prozent ihres jährlichen Wärmebedarfs von 600 Gigawattstunden mit fossilen Brennstoffen. Ein nun bis Ende Mai öffentlich einsehbarer Entwurf des Wärmeplans zeigt auf, wie dieser Wandel in den nächsten 14 Jahren gelingen soll.
Die Strategie unterteilt Wolfenbüttel in 46 verschiedene Zonen, für die jeweils maßgeschneiderte Maßnahmen zur Dekarbonisierung vorgesehen sind. Zwei Hauptszenarien für das Jahr 2040 sehen vor, fossile Energieträger vollständig abzuschaffen und stattdessen auf Wärmepumpen sowie den Ausbau der Fernwärmenetze zu setzen.
Um die Umstellung zu unterstützen, müssen die Stadtwerke das Stromnetz ausbauen. Bis 2037 sollen 180 Kilometer neue Niederspannungskabel verlegt werden. Diese Modernisierung ist notwendig, um den steigenden Strombedarf durch dezentrale Wärmepumpen und zentrale Fernwärmesysteme zu decken.
Der fertige Wärmeplan wird als verbindliche Grundlage für die Umsetzung dienen. Er setzt sowohl auf den großflächigen Ausbau der Fernwärme als auch auf die Förderung individueller Wärmepumpen in geeigneten Gebieten. Bürgerinnen, Bürger und Interessengruppen können den Entwurf bis zum Stichtag einsehen und Feedback einreichen.
Das Ziel der Stadt ist klar: eine vollständig klimaneutrale Wärmeversorgung innerhalb von 14 Jahren. Dafür sind umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen nötig, darunter der Netzausbau und neue Heizlösungen. Die öffentliche Konsultationsphase bietet die Möglichkeit, sich einzubringen, bevor der Plan final beschlossen wird.






